AMOS im Krimiland – Teil 3
von Per Inradi
„Hey – mein kleiner gefährlicher Krimi-Autor. Ich habe noch etwas für dich.“
AMOS sah skeptisch von seinem Kakaoschälchen zu Opa Hermann hoch. „Eine neue Geschichte? Du meinst was richtig kriminelles?“
„Ja – und nun höre gut zu. Es ist schon eine Zeit her. Auf einem Parkdeck in Frankfurt stand eine sehr gut aussehende und elegante junge Frau verzweifelt neben einem teuren Sportwagen. Sie war in heller Aufregung. Ein Bekannter von mir kam hinzu. Sie flehte ihn an, ihr zu helfen, weil sie ihren Autoschlüssel bei einem Seitensprung vergessen habe, nun aber schleunigst nach Hause müsse. Mein Bekannter war auch kein unbeschriebenes Blatt, fühlte sich als Kavalier angesprochen und geschmeichelt. Er grinste und bot an, den Wagen zu knacken und kurz zu schließen. Die junge Dame war überglücklich und sauste davon. Wenig später kam ein dicklicher Unternehmer und schimpfte wie ein Rohrspatz, denn sein Wagen war weg. Als die Polizei kam, musste mein Bekannter zu geben, dass er ihn aufgebrochen und fahrbereit gemacht hatte.“
AMOS rollte mit dem unverdeckten Auge. „Das war sehr spannend, aber ich habe es leider nicht verstanden.“
Opa Hermann setzte sich zu ihm.
„Also, AMOS, noch einmal von vorn und ganz langsam. In Frankfurt steht ein Parkhaus. Klar?“
Das gefährliche Piratenschaf nickte.
„Und da ist folgendes passiert…“