AMOS und das schafische Woodstock

von Rainer Dietrich nach einer Idee von Mischar Jung

„Was ist denn bloß los mit dir, AMOS? Du hampelst ja so auf der Küchenbank dass du schon beinahe zwei Mal deinen Kakao umgekippt hättest.“

„Opa Hermann, wann fahren wir denn mal nach Woodstock?“

„Bitte was? Das liegt doch in Amerika – im Staate New York. Ach so, du kommst wohl darauf, weil dort vor vierzig Jahren dieses wundervolle Musik-Festival war. Man hatte es zuvor nicht geglaubt, aber es veränderte die Einstellungen der jungen Leute und die Kultur der Welt. Viele Stars, die da auftraten, wurden anschließend weltberühmt, sogar bis heute. Ach ja – Woodstock. Das waren noch Zeiten. Und die CIA, das schreibt man C-I-A, drehte förmlich ab. Da sieht es übrigens so aus wie in Ostfriesland – nur eben nicht so flach.“

Das gefährliche Piratenschaf blickte den in schönen Erinnerungen versunkenen Freund verständnisvoll an.

„Und wenn wir so etwas auch mal – nur für Schafe und sehr piratig – hier veranstalten würden? Das wäre doch die Sensation und alle würden auf unser schönes Ostfriesland gucken.“

Opa Hermann lachte und band AMOS die Augenklappe auf die andere Seite.

„Schau mal, diese gute Idee hatten auch schon andere, aber die Landwirte protestierten dagegen, weil sie meinten, die Kühe würden Schaden nehmen.“

„Ach was, die feiern einfach mit. Sie sind zwar immer etwas langweilig, aber wir nehmen sie einfach mit ins Boot. Das sollte das Problem nicht sein und ich bin sicher, dass sie viel Spaß daran haben werden. Aber eins habe ich immer noch nicht ganz verstanden…“

Der alte Bergmann beugte sich über seinen gefährlichen kleinen Freund.

„Und was, AMOS?“

„Na – warum C & A denn so dagegen war?“

Kategorie: Zeitspiegel
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Veröffentlicht durch: Mischar Jung um 10:52 Uhr

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