AMOS und der dreiste Einbrecher
von Astrid van Beelen
„Opa Hermann, warum hast du denn da am Schuppen so ein großes Schild angebracht?“
„Ach – das hast du also mit bekommen? Da steht drauf, das es Privatbesitz ist, gewarnt wird und das Betreten strengstens verboten ist. Aber neugierig bist du wohl gar nicht?“
„Ja und im Schuppen liegen einige in Weihnachtspapier eingepackte Pakete. Dabei haben wir doch bald Sommer?“
Lachend kraulte der alte Bergmann das Köpfchen von dem gefährlichen Piratenschaf und band ihm die Augenklappe auf die andere Seite.
„Sieh mal, seit einiger Zeit erzählt man von einem sehr dreisten Einbrecher, der besonders einsame Häuser aufsucht um irgendetwas zu stehlen. So geschehen auch ganz in unserer Nähe.“
AMOS zuckte zusammen.
„Aber wenn er doch die Weihnachtspakete findet?“
„Ja – das soll er doch!“
„Ich verstehe nicht!“
„Sieh mal – im Schuppen haben sich doch so viele leere Kakaoflaschen von Dir angesammelt. Wir haben es immer hinausgeschoben, sie einmal alle zum Glas-Container zu bringen.
Irgendetwas war uns doch immer, dass wir es verschoben.
Kommt nun der Einbrecher, so vermutet er aufgrund des warnenden Schildes irgendetwas Wertvolles, fühlt sich bestätigt und klaut sicher ganz schnell diese Pakete…“
„…und dann merkt er zu Hause in seiner Räuberhöhle, dass er noch nicht einmal Flaschenpfand dafür bekommt“ bemerkte der vor Aufregung zitternde Kleine.
„Nicht nur das – er wird auch annehmen, dass unser ganzer Reichtum nur aus leeren Kakaoflaschen besteht und uns daraufhin in Ruhe lassen.“
„Puh – bist du aber clever, Opa Hermann. Da muss man aber auch erst einmal drauf kommen. Aber was machen wir, wenn er in einer der nächsten Nächte alles wieder zurück bringt?!“
„Also in diesem schrecklichen Fall – der hoffentlich nicht eintritt – müssten wir dann doch noch zum Glascontainer!“