AMOS und das schlechte Benehmen

von Rosa Blinkader

„AMOS, komm mal sofort hierhin! Das darf doch alles wohl nicht wahr sein!“

Vergeblich versuchte das gefährliche Piratenschaf sich mit seinem Kakaobecher unter der Kuscheldecke zu verstecken. Diese nahm Opa Hermann ihm ab.

„Ein Landwirt aus dem Ort war eben hier und hat es mir gesagt. Bist du eigentlich völlig übergeschnappt? Was habt ihr euch denn dabei gedacht?“

In Sünderlein-Haltung stammelte der so gemaßregelte den Versuch einer Erklärung. „Also ich saß mit Nachbarshund Bello am Feldrand, als der Bauer auf so einem riesigen Gerät vorbei kam. Wir haben ihn nur gefragt, ob das ein Phrasendrescher sei, denn das Wort habe ich im Radio bei einer politischen Sendung gehört und nicht verstanden.“

„Das war ja wohl noch nicht alles!“

Verlegen scharrte der Kleine mit dem rechten Huf und merkte gar nicht, dass seine Augenklappe verrutscht war.

„Also? Was habt ihr noch getan? Ich höre?!“

„Ja, dann hat der Mann fürchterlich geschimpft und wir sind schnell weggelaufen.“

„Doch wohl nicht so ganz, wie ich hörte?“

„Nein, wir kamen zurück. Es heißt doch, mit einer Wurst nach einer Seite Speck werfen bringt ganz viel Glück. Und weil der Bauer so dick war, haben wir ihm noch eine Wurst an den Kopf geworfen. Nur… dann wurde er noch wütender.“

Mit herabkullernden Tränchen beteuerte AMOS jammernd, dass sie doch alles nicht böse gemeint hatten und der Bauer ganz schnell in die Wurst gebissen habe.

„Hmmm…“

Kategorie: Geschichten
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Veröffentlicht durch: Mischar Jung um 08:29 Uhr

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