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	<title>AMOS, das Piratenschaf &#187; Geschichten</title>
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	<description>Niemals aufgeben - Avalott-Mäh!</description>
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		<title>AMOS und die Selbsthilfegruppe</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 09:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allergie]]></category>
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		<description><![CDATA[von Heinz Erdferkel jr. „Nicht drei, nicht fünf, sondern noch mehr!“ stöhnte das gefährliche Piratenschaf. „Wie sahen die denn aus? In Kampfanzügen, oder so wie afghanische Freiheitskämpfer?“ Opa Hermann nahm sich die Geduld zum Zuhören. „Nein, eher wie aus dem Versandhaus eingekleidet, so mit Seppel-Hütchen, Helmut-Schmidt-Kappe und Regenschirm. Einige hatten auch Mineralwasser dabei. Der Anführer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Heinz Erdferkel jr.</pre>
<p>„Nicht drei, nicht fünf, sondern noch mehr!“ stöhnte das gefährliche Piratenschaf.</p>
<p>„Wie sahen die denn aus? In Kampfanzügen, oder so wie afghanische Freiheitskämpfer?“ Opa Hermann nahm sich die Geduld zum Zuhören.</p>
<p>„Nein, eher wie aus dem Versandhaus eingekleidet, so mit Seppel-Hütchen, Helmut-Schmidt-Kappe und Regenschirm. Einige hatten auch Mineralwasser dabei. Der Anführer hielt auf dem Vorplatz eine Ansprache und dann gingen sie leise ins Rathaus, waren aber auch schnell wieder draußen. Meinst Du nicht auch, dass es sich um eine terroristische Vereinigung handeln könnte?“</p>
<p><span id="more-1151"></span>„Jetzt weiß ich, was Du beobachtet hast. Hm, wie soll ich Dir das denn jetzt bloß erklären? Also auf jeden Fall war es eine Selbsthilfegruppe, eine Vereinigung von Allergikern, wie in der Zeitung zu lesen war. Eigentlich sind sie ganz harmlos, aber sie alle verbindet halt diese gemeinsame Allergie.“</p>
<p>„So was auch – ist das ansteckend?“</p>
<p>„Ich hoffe nicht, aber es ist auch keine so übliche Allergie, wie die gegen Mehlstaub, Hausstaub, Insektenstiche oder Laktose.“</p>
<p>AMOS verstand nicht.</p>
<p>„Es ist eine Form der Allergie, wo die Menschen erst in diesen Tagen den Mut haben, sich dazu zu bekennen und laut darüber zu sprechen. Eine Form von lange hinausgezögerten Outing, wie ich meine.“</p>
<p>„Sind sie etwa allergisch gegen gefährliche Piratenschafe? Das kann doch nicht wahr sein – oder?“</p>
<p>„Nein, nein… das ganz bestimmt nicht. Sie sind nur allergisch gegen das, was sie mit Verwaltungsbeamten und -angestellten erlebt haben, bzw. haben müssen. Zum Beispiel wollte jemand einen Car-Port bauen, einer Frau ist der Hund gestorben, eine Kindergeld-Akte war verschollen und ein Sachbearbeiter ging länger in Kur… so das übliche Programm, wo man als Bürger dann ohnmächtig ist. Die betreten nun die Abteilungen mit psychologischer Unterstützung. Das ist ähnlich wie bei einem Anti-Flugangst-Training. Hast Du es jetzt verstanden?“</p>
<p>AMOS nickte ernsthaft.</p>
<p>„Dann war der Mann, der draußen die kurze Rede hielt wohl ein Rettungs-Sanitäter? Ich glaube, das übernehme ich in den Krimi, den ich mal schreiben will!“</p>
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		<title>AMOS und die Comics</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 09:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Asterix]]></category>
		<category><![CDATA[Comic-Figur]]></category>
		<category><![CDATA[Donal Duck]]></category>
		<category><![CDATA[Fix und Foxi]]></category>
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		<category><![CDATA[Ostfriesland]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>

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		<description><![CDATA[von Rosa Blinkader „Setze Dich einfach auf den Fahrrad-Anhänger und komm mit nach Hause. Da erzählst Du mir in Ruhe, was denn passiert ist.“ Opa Hermann ließ das gefährliche Piratenschaf behutsam in Ruhe, dass es sich erst einmal ausweinen konnte. „Es war der neue Touristik-Manager… und ich Idiot habe mich auch noch bei ihm vorgestellt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Rosa Blinkader</pre>
<p>„Setze Dich einfach auf den Fahrrad-Anhänger und komm mit nach Hause. Da erzählst Du mir in Ruhe, was denn passiert ist.“ Opa Hermann ließ das gefährliche Piratenschaf behutsam in Ruhe, dass es sich erst einmal ausweinen konnte.</p>
<p>„Es war der neue Touristik-Manager… und ich Idiot habe mich auch noch bei ihm vorgestellt. Weißt Du, was der zu mir sagte? Ich sei eine Comic-Figur für Arme!“</p>
<p><span id="more-1148"></span>Nein, lachen durfte der alte Bergmann nun bestimmt nicht und begann mit ausgewählten Worten: „Ja, ich las davon, dass sie für teures Geld einen solchen Posten neu besetzt haben – mit großen Hoffnungen, versteht sich. Aber sieh das doch mal aus der ganz klugen Warte, so wie wir beide es immer üben. Comics kamen damals zunächst aus Amerika und alle liebten sie, weil sie nicht nur unsere Jugend, sondern auch unser Leben begleiteten.</p>
<p>Alles fing mit Micky-Maus und Donald Duck an. Dann erinnere ich mich recht gut an Prinz Eisenherz, Tarzan, Fix und Foxi, die verbotenen schmalen Sigurd von Eckbertstein und Nick, der Weltraumfahrer-Heftchen. In den Siebzigern eroberte Charly Brown und seine Freunde – besonders Snoopy – unsere Herzen. Asterix, der Gallier, war dann eine kleine Revolution und Hägar, der schreckliche (Wickinger) mehr etwas für die Älteren und Erwachsenen.</p>
<p>Die Japaner boten dann vorzügliche Zeichnungen, Trickfilme der hohen künstlerischen Art an und die Produktionen der Walt-Disney-Studios sind ja auch zeitlose Klassiker geworden. Alles, wie gesagt, geboren in der Ecke der Comics.</p>
<p>AMOS hatte aufgehört, zu weinen und nickte beeindruckt.</p>
<p>„Noch etwas will ich Dir hierzu sagen: Wenn Du – oder gar wir beide – ein <em>Comic für Arme</em> sein sollen, dann überlege doch mal, wie viel Prozent der Bevölkerung reich sind und wie viele ärmer? Das sind freilich bedeutend mehr, die uns dann vielleicht kennen oder kennen lernen könnten.“</p>
<p>Nun hatte der kleine Held sich wieder vollends beruhigt und stampfte mit dem rechten Fuß auf.</p>
<p>„Vielleicht – und wir wünschen es dem neuen Manager ja nicht – schafft er das ja auch nicht, was die Gemeinde ohne ihn auch nicht hinbekam? War er deshalb so dreist zu mir, weil er befürchtete, ich würde schneller bekannter als seine mühselige Aufbauarbeit? Kann doch sein – oder?!“</p>
<p>„Jetzt hast Du es erkannt: Aus ihm sprach der pure Neid und in der Probezeit ist er auch noch!“</p>
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		<title>AMOS war noch niemals in New York</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 09:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Botschafter]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
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		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>

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		<description><![CDATA[von Rainer Dietrich „Okay“, Opa Hermann schnippte den Kronkorken von der Pils-Flasche. „Du warst also noch niemals in New York? Ich übrigens auch noch nicht. Aber was hättest Du Dir denn davon erwartet?“ Das gefährliche Piratenschaf scharrte mit dem rechten Huf. Das tat es nur, wenn es höchst erregt war. „New York – kennst Du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Rainer Dietrich</pre>
<p>„Okay“, Opa Hermann schnippte den Kronkorken von der Pils-Flasche. „Du warst also noch niemals in New York? Ich übrigens auch noch nicht. Aber was hättest Du Dir denn davon erwartet?“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf scharrte mit dem rechten Huf. Das tat es nur, wenn es höchst erregt war.</p>
<p>„New York – kennst Du ja vom Erzählen – muss ja wohl die Stadt sein – so mit den riesigen Häusern und der absoluten Kultszene. Also davon träume ich jedenfalls!“</p>
<p><span id="more-1146"></span>„Hmm“, Opa Hermann nahm noch einen Schluck Pilsken. „Naja – wie soll ich es Dir erklären, kleiner Held? Schau mal, London zum Beispiel, wo auch kräftig was los ist, hat die Größe vom Ruhrgebiet. Dieses als eine Stadt. Manchmal denkst Du, was daran denn so anders und toll ist? Touristen treten sich in der City die Füße platt, fotografieren und kaufen das als Andenken, was niemanden wirklich länger fasziniert. Aber alle erzählen, dass sie bereits in London waren.“</p>
<p>AMOS verstand nicht ganz und blickte mit diesem fragenden Blick ganz niedlich seitlich hoch.</p>
<p>„Ich erkläre es einmal anders – ganz verständlich: New York, Paris, Köln sind freilich sehenswerte Städte, die beeindrucken. Aber was erwartet Dich bei diesen Bauwerken? Sie sind aus Steinen und rings herum ist alles edel überteuert. Auch wie in den Alpen, die auch nur aus Stein sind. “</p>
<p>„Aber da war ich auch noch nicht,“ krähte weinerlich der kleine Held.</p>
<p>„Hinter jeder Ecke – ob bei uns in Ostfriesland, im Ammer-, oder Oldenburger-Land – lauert ein kleines oder größeres Abenteuer! Das musst Du auch nur entdecken – also begreifen, es vom Herzen aus zu sehen. Dann ist deine Welt auch spannend, abwechslungsreich und liebenswert, so dass Du New York, London, Paris und Köln immer noch magst und begriffen hast, warum die New Yorker, Pariser, Londoner und Kölner sicher gern mal zu uns kämen – wenn sie halt wüssten, dass es uns gibt und wo wir leben“.</p>
<p>AMOS sah Opa Hermann eindringlich an. „Ich glaube, ich habe verstanden, was Du mir damit sagen wolltest.“</p>
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		<title>AMOS und das Duell</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 18:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Holzschwert]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidat]]></category>
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		<category><![CDATA[Kochduell]]></category>
		<category><![CDATA[Pistole]]></category>
		<category><![CDATA[Verkleidung]]></category>

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		<description><![CDATA[von Thea Bretten &#8222;Sag mal, AMOS, ist schon Karneval-Vorsaison oder hast Du eine Wette verloren, dass Du so ulkig herum l&#228;ufst?&#8220; Schnell schob Opa Hermann dem beleidigten kleinen Helden einen Becher mit dampfendem Kakao zur Vers&#246;hnung &#252;ber den Tisch. Dann zeigte er belustigt auf das Holzschwert und die gro&#223;e Wasserpistole, die sich das gef&#228;hrliche Piratenschaf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Thea Bretten</pre>
<p>&bdquo;Sag mal, AMOS, ist schon Karneval-Vorsaison oder hast Du eine Wette verloren, dass Du so ulkig herum l&auml;ufst?&ldquo;</p>
<p>Schnell schob Opa Hermann dem beleidigten kleinen Helden einen Becher mit dampfendem Kakao zur Vers&ouml;hnung &uuml;ber den Tisch. Dann zeigte er belustigt auf das Holzschwert und die gro&szlig;e Wasserpistole, die sich das gef&auml;hrliche Piratenschaf griffbereit ins Fell gesteckt hatte.</p>
<p><span id="more-1140"></span></p>
<p>Zuerst nahm es einen tiefen Schluck und neigte sein K&ouml;pfchen zur Seite. &bdquo;Du wirst es nicht glauben, aber ich bin auf dem Abflug, weil ich ab und an auch einmal selbst etwas Interessantes vor habe.&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Mach es nicht so spannend. Ist wieder eine Kuh irgendwo weg gelaufen und Du unterst&uuml;tzt die B&uuml;rgerwehr?&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Manchmal verstehst Du auch rein gar nichts, Opa Hermann. Ich will mich halt als Kandidat melden. Du sagst doch selbst immer, dass den Mutigen die Zukunft geh&ouml;rt. Nun werde ich halt einmal deinen Rat befolgen &ndash; und nun Tsch&uuml;ss. Ich bin n&auml;mlich sp&auml;t dran.&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Hey &ndash; nicht so hastig! Nun erz&auml;hlst Du mir erst, was Du vor hast und wof&uuml;r man hierzulande derlei seltsame Bewaffnung braucht.&ldquo;</p>
<p>Nun hatte das gef&auml;hrliche Piratenschaf wieder Oberwasser. Ganz in Ruhe reckte er sich zu seiner maximalen H&ouml;he, grinste seinen v&auml;terlichen Freund erhaben und siegesbewusst an.</p>
<p>&bdquo;Ich werde mich als Gegner aufstellen lassen!&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Wie <em>Gegner</em>?! Und wozu bitte? Raus mit der Sprache!&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Es geht um ein Duell, wo man sicher nur die Besten sucht. Und da habe ich mich halt einfach einmal gemeldet.&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Ein Duell?&ldquo;, Opa Hermann erblasste. &bdquo;Bist Du jetzt v&ouml;llig verr&uuml;ckt? Wer hat Dir denn was getan, damit Du Dich duellieren musst?&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Nein&hellip; anders! Im Gemeindesaal ist ein Koch-Duell und das Fernsehen und die Presse sind auch da. Kochen kann ich ja nicht, aber was ein Duell ist, das haben mir damals meine lieben Piratenfreunde schon erz&auml;hlt. Und nun muss ich aber wirklich los!&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Na dann auf gutes Gelingen. Mach was draus!&ldquo;, gluckste der alte Bergmann, der seinen Lachkrampf kaum unterdr&uuml;cken konnte.</p>
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		<title>AMOS und das seltsame Weihnachtsgeschenk</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 18:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bescheidenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Cowboyhut]]></category>
		<category><![CDATA[geschenke]]></category>
		<category><![CDATA[Kugelschreiber]]></category>
		<category><![CDATA[Liederterror]]></category>
		<category><![CDATA[Stetson]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Werbegeschenk]]></category>

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		<description><![CDATA[von Jolante Beek &#8222;Also die zwei hatten sich vorgenommen, sich zu Weihnachten nichts zu schenken. Alles war in Sachen Kauf-Zwang doch so v&#246;llig aus dem Ruder gelaufen und es war doch schon fast ein Weihnachtsterror mit entsprechendem Lieder-Beschuss. Das vormals sch&#246;ne Last Christmas, I gave you my Heart prasselte von allen Seiten, so wie auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Jolante Beek</pre>
<p>&bdquo;Also die zwei hatten sich vorgenommen, sich zu Weihnachten nichts zu schenken. Alles war in Sachen Kauf-Zwang doch so v&ouml;llig aus dem Ruder gelaufen und es war doch schon fast ein Weihnachtsterror mit entsprechendem Lieder-Beschuss. Das vormals sch&ouml;ne <em>Last Christmas, I gave you my Heart</em> prasselte von allen Seiten, so wie auch <em>Jingle Bells</em>. Nein &ndash; die beiden wollten besinnlich zusammen sitzen, gerade so wie in der Zeit, als Deutschland noch bescheiden war.&quot;</p>
<p><span id="more-1131"></span></p>
<blockquote>
<p>&bdquo;Wenn ein Paket kommt, dann ist es f&uuml;r Dich. Nat&uuml;rlich schenken wir uns nichts, aber ich habe das schon lange vorher bestellt und warte sehnlichst darauf. Ich konnte doch nicht wissen, dass sie das erst am Heiligen Abend zusenden.&ldquo;</p>
</blockquote>
<p>&bdquo;Sprachs, setzte seinen Stetson-Cowboyhut auf und ging mit dem Hund in den Regen. Als die beiden wieder zur&uuml;ck waren, zeigte sie ihm erstaunt ein gr&ouml;&szlig;eres, aber federleichtes Paket aus den USA.&ldquo;</p>
<blockquote>
<p>&bdquo;Na, dann mach es doch mal auf. Es ist f&uuml;r Dich!&ldquo;</p>
</blockquote>
<p>&bdquo;Langsam &ouml;ffnete sie die Zusendung und als er das nasse Tier abgetrocknet hatte, fragte er erwartungsvoll, ob sie sich freue.&ldquo;</p>
<blockquote>
<p>&bdquo;Ja &ndash; sicher&hellip;&ldquo;</p>
</blockquote>
<p>&bdquo;&#8230; kam es z&ouml;gerlich und eher betreten. Erstaunt sah er sie an. Sie hob einen beschrifteten Kugelschreiber hoch.&ldquo;</p>
<blockquote>
<p>&bdquo;&#8230; es ist doch nur so, dass ich halt die halbe Garage voller Kugelschreiber habe. Wo muss ich denn dr&uuml;cken, dass dieser hier <em>Frohe Weihnachten</em> oder <em>Bl&ouml;dmann</em> auf englisch sagt?&ldquo;</p>
</blockquote>
<p>&bdquo;Der Ehemann stutzte und brach dann in ein f&uuml;rchterliches Lachen aus.&ldquo;</p>
<blockquote>
<p>&bdquo;Dann guck doch mal unter das Papier.&ldquo;</p>
</blockquote>
<p>&bdquo;Immer noch sehr verhalten packte sie weiter aus und hielt nun ihren eigenen Stetson-Countryhut in H&auml;nden, lachte sich ebenfalls kaputt.</p>
<blockquote>
<p>&bdquo;Du wolltest doch auch mal so etwas haben, aber nicht alles steht Dir &#8211; und da fand ich nach langem Suchen im Internet diesen Hut. Mit liebem Gru&szlig; vom Weihnachtsmann. Den Kugelschreiber haben sie nur so oben drauf gelegt und trotzdem wurde das Paket nicht schwerer, denn die Inhalte wiegen ja nichts.&ldquo;</p>
</blockquote>
<p>Das gef&auml;hrliche Piratenschaf hatte gespannt zugeh&ouml;rt,</p>
<p>&bdquo;Vielleicht war der Kugelschreiber vom Weihnachtsmann ja f&uuml;r mich gedacht?&ldquo;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>AMOS und die unerwartete Hilfe</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 17:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ellen Obier]]></category>
		<category><![CDATA[Feuer]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Landstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Neugierde]]></category>
		<category><![CDATA[verzweifelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wassergrane]]></category>

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		<description><![CDATA[von Per Inradi, mit freundlicher Genehmigung der S&#228;ngerin, Entertainerin und Parodistin Ellen Obier Der verzweifelte kleine Held hatte schon fast keine Stimme mehr, als doch noch ein Wagen an der Landstra&#223;e stoppte. Gelenkig und einladend l&#228;chelnd bewegte sich eine br&#252;nette Dame auf ihn zu und sah ihn fragend an. &#8222;Na, junger Mann? Brauchst Du etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi, mit freundlicher Genehmigung der S&auml;ngerin, Entertainerin und Parodistin Ellen Obier</pre>
<p>Der verzweifelte kleine Held hatte schon fast keine Stimme mehr, als doch noch ein Wagen an der Landstra&szlig;e stoppte. Gelenkig und einladend l&auml;chelnd bewegte sich eine br&uuml;nette Dame auf ihn zu und sah ihn fragend an.</p>
<p>&bdquo;Na, junger Mann? Brauchst Du etwa Hilfe, oder warum sitzt Du hier so ungl&uuml;cklich vor dem Wassergraben?&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Ich bin AMOS, ein gef&auml;hrliches Piratenschaf. Niemand hat angehalten, keiner wollte mir helfen&hellip; Dabei ist mir doch die Tasche mit den leeren Kakaoflaschen da rein gefallen&hellip;&ldquo;, mit dem rechten Huf auf das Wasser zeigend.</p>
<p><span id="more-1128"></span></p>
<p>&bdquo;Das haben wir gleich! Schau her.&ldquo; Mit dem Absatz eines ihrer St&ouml;ckelschuhen erwischte sie einen Henkel und AMOS konnte wieder strahlen.&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Sie sind aber lieb, die anderen sind es keineswegs. Ich habe erst gewunken, dann <em>Hallo</em> gerufen, schlie&szlig;lich <em>Hilfe</em> geschrien&hellip; bis meine Stimme nachgab.&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Du &Auml;rmster, komm mal her. Ich binde Dir Deine verrutschte Augenklappe auf die andere Seite und hier, nimm dieses Kleenex-Tuch f&uuml;r deine Tr&auml;nchen. Jetzt ist alles wieder gut. Ich bin &uuml;brigens Ellen Obier. Aber in wirklichen Notf&auml;llen musst Du etwas anderes als <em>Hilfe</em> rufen. Denn viele Menschen haben Angst, helfen zu m&uuml;ssen, weil sie nicht als Zeugen befragt werden wollen.&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Und was soll ich denn dann bittesch&ouml;n rufen?&ldquo;, fragte AMOS achselzuckend und zog ein herbes Schn&uuml;tchen</p>
<p>&bdquo;FEUER&quot;, rief die Frau heiter, &bdquo;einfach ganz laut FEUER! Dann kommen alle Neugierigen herbeigerannt &#8211; und neugierig ist fast jeder!&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Oh, sind sie Psychologin?&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Nein nein&hellip;&ldquo;, lachte sie mit ihrer leicht rauchigen Stimme. &bdquo;Nicht wirklich, aber ich bin S&auml;ngerin, Entertainerin und Parodistin. Und dadurch habe ich ein Gef&uuml;hl f&uuml;r mein Publikum. Mein Herz sagt mir, wie ich Menschen den Alltag vergessen lasse, sie fasziniere und in eine Stimmung bringe, in der sie sich wohl f&uuml;hlen und mir vertrauen. Ohne dieses Gesp&uuml;r ist es schwer, sein Publikum zu begeistern.&ldquo;</p>
<p>AMOS hatte sich hin gesetzt, war ziemlich verbl&uuml;fft und dabei sehr, sehr beeindruckt.</p>
<p>&bdquo;&hellip; ich schick Dir einen Engel!&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Ja&hellip; aber sie haben mir doch gerade geholfen, nochmals herzlichen Dank daf&uuml;r!&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Nein nein&hellip; so hei&szlig;t meine neue CD. Aber nun nehme ich Dich erst mal mit in den Supermarkt, denn da sollten die leeren Kakaoflaschen ja wohl hin, oder?!&ldquo;</p>
<p>Das gef&auml;hrliche Piratenschaf nickte dankbar und ergriffen. Wenn er das erz&auml;hlen w&uuml;rde &ndash; derlei glaubte ihm ja niemand und Nachbarshund Bello sowieso nicht.</p>
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		<title>AMOS und die stille Post</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 09:11:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Per Inradi „Na AMOS, wie war es denn allein im Ort? Hast Du auch kräftigen Appetit mitgebracht? Es gibt gleich Abendessen.“ Opa Hermann stellte schnell die Flasche Pilsken in den Schrank, damit das gefährliche Piratenschaf keinen falschen Eindruck von ihm gewinnen möge. „Ja, wie war es im Ort? Schön auf jeden Fall. Ich habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi</pre>
<p>„Na AMOS, wie war es denn allein im Ort? Hast Du auch kräftigen Appetit mitgebracht? Es gibt gleich Abendessen.“</p>
<p>Opa Hermann stellte schnell die Flasche Pilsken in den Schrank, damit das gefährliche Piratenschaf keinen falschen Eindruck von ihm gewinnen möge.</p>
<p>„Ja, wie war es im Ort? Schön auf jeden Fall. Ich habe zum ersten mal <em>Stille Post</em> erlebt und ich muss schon sagen, dass mich das doch sehr beeindruckt hat.“</p>
<p>Der alte Bergmann stutzte, dachte kurz nach und holte die Kuscheldecke für seinen kleinen Helden, die er über ihn ausbreitete, nachdem er ihm die Augenklappe auf die andere Seite gebunden hatte.</p>
<p><span id="more-1096"></span>„Stille Post? Ja – das ist heute auch so ein Ding. Damals, als Kinder, haben wir das immer begeistert gespielt, indem die oder der eine dem Anderen zum gleichen Begriff etwas ins Ohr flüsterte. Irgendwann kam etwas ganz anderes dabei heraus. Das war ganz lustig. Heute, also unter Erwachsenen, sieht das allerdings anders aus, wenn etwas weiter erzählt wird. Psychologisch betrachtet ist das auch schon oft ein Randbereich des Mobbings – könnte sogar zur üblen Nachrede werden.“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf sah ihn erstaunt an.</p>
<p>„Also – ich will es Dir mal so erklären: Jemand sieht oder hört etwas und teilt seinen Eindruck der nächsten Person mit. Das macht die Runde, indem das so Gehörte von Person zu Person weiter getragen, ausgeschmückt, vielleicht auch in den Dreck gezogen wird, weil die Leute ja nun einmal schlechte Nachrichten zu anderen über alles lieben. Schließlich hat das alles nichts mehr mit dem allerersten Eindruck zu tun.</p>
<p>Mir ging das damals so, dass ich mit einer alten U-Boot-Jacke bekleidet auf meinem Fahrrad durch den Wald fuhr. Dort traf ich einen flüchtigen Bekannten, der mich auch freundlich grüßte. Ein halbes Jahr später fragte mich jemand, ob es mir jetzt wieder besser ginge. Ich bejahte mit dem Argument, dass es mich schon heftig erwischt habe und die Grippewelle ja nun vorbei sei. Verwundert fragte ich ihn, woher er denn wisse, dass ich diese asiatische Grippe hatte und er antwortete:</p>
<p>‚Ach – eine Grippe hatten sie auch? Das wusste ich natürlich nicht, aber ich hörte, dass sie aus einer Notlage heraus nun im Wald wohnen müssten.’</p>
<p>Ich war natürlich völlig perplex und traute meinen Ohren nicht, wie eine kurze Begegnung irgendwann zu solch einem Ruf wachsen konnte.“</p>
<p>AMOS hatte interessiert zugehört. „Das ist interessant, Opa Hermann, aber ich kam an der Post vorbei, worin es ganz still war. Die wird nämlich geschlossen und kommt neu und ganz klein in den Eingangsbereich des Supermarktes. Das meinte ich mit <em>Stille Post</em>.</p>
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		<title>AMOS und der Dauer-Grinser</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 08:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Berühmtheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[Schauspieler]]></category>
		<category><![CDATA[Schimpfworte]]></category>
		<category><![CDATA[Schock]]></category>

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		<description><![CDATA[von Astrid van Beelen „Wie schön sie zu sehen… Ich kenne sie nämlich und Opa Hermann kennt sie sicher auch! Nämlich deshalb, weil sie sehr berühmt sind. Sie sind es doch, oder?“ Der vorbei eilende Komödiant wäre fast über das gefährliche Piratenschaf gestolpert. „Weg da, aus dem Weg. Verschwinde, Du komischer Vogel!“ Geschockt und starr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Astrid van Beelen</pre>
<p>„Wie schön sie zu sehen… Ich kenne sie nämlich und Opa Hermann kennt sie sicher auch! Nämlich deshalb, weil sie sehr berühmt sind. Sie sind es doch, oder?“</p>
<p>Der vorbei eilende Komödiant wäre fast über das gefährliche Piratenschaf gestolpert.</p>
<p>„Weg da, aus dem Weg. Verschwinde, Du komischer Vogel!“</p>
<p>Geschockt und starr vergaß AMOS, zur Seite zu springen und musste noch ein paar Schimpfworte über sich ergehen lassen. Er bekam auch nicht mit, dass Opa Hermann hinter ihm stand.</p>
<p><span id="more-1092"></span>„Nimms einfach leicht, mein kleiner Held! Es gibt jede Menge Promis, die leben halt davon, dass andere Leute Humor haben. Sie selbst sind jedoch ab und an ziemlich unausstehlich. Es sind ja halt auch nur Menschen, die dadurch Geld verdienen… oder verdienen wollen!“</p>
<p>AMOS hatte sich in die Ecke gestellt und tief Luft geholt.</p>
<p>„Du meinst also, wenn jemand unablässig grinst, weil er witziger Schauspieler oder gar Politiker ist, muss das alles gar nicht so ehrlich gemeint sein? Wenn ich keine gute Laune habe, dann ziehe ich doch auch ein entsprechendes Schnütchen… bisher jedenfalls.“</p>
<p>Der alte Bergmann hatte sich neben ihn gehockt.</p>
<p>„Nun, wie soll ich es Dir erklären? Die Welt ist nun mal selten wirklich ehrlich, aber in gewissen Kreisen achtet man halt sehr darauf, wie man auf andere Menschen wirken könnte. Man glaubt, durch eine gewisse aufgesetzte Freundlichkeit, ein Lächeln für alle, Pluspunkte zu sammeln. Natürlich sieht man schon, wenn es nur eine geübte Verhaltensweise ist und keineswegs von innen kommt. Aber diese Leute halten sich eben an diese Spielregeln, die andere bereits vor langer Zeit vor ihnen erfunden und praktiziert haben.</p>
<p>Vielleicht machst Du es so, indem Du ein bisschen Distanz übst. Schau nach, ob die Leute wirklich nett und ehrlich sind, oder – wie viele – nur diesen Eindruck erwecken wollen. “</p>
<p>Noch einmal drehte sich der prominente Mann um. Das Piratenschaf hatte sich auch wieder beruhigt und zupfte seinen väterlichen Freund am Ärmel.</p>
<p>„Du – ich glaube so ein Dauer-Grinsen passt auch nicht zu uns. Wir sind zwar keine Berühmtheiten, dafür aber wenigstens ehrlich!“</p>
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		<title>AMOS und der Schwerhörige</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 16:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[100 Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[AUkunft]]></category>
		<category><![CDATA[Bild-Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Frage]]></category>
		<category><![CDATA[Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[nackte Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Portier]]></category>

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		<description><![CDATA[von Astrid van Beelen Zum vierten Mal klopfte der alte Bergmann an die Scheibe der Anmeldung. Weil der kleine Held so nervös zappelte, vor Neugierde aber auch bald platzte, hatte er ihn hoch genommen. „Hallo, bitte, können sie uns eine kleine Auskunft geben? Wir haben es doch so eilig.“ Der beleibte Mann auf dem Drehstuhl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Astrid van Beelen</pre>
<p>Zum vierten Mal klopfte der alte Bergmann an die Scheibe der Anmeldung. Weil der kleine Held so nervös zappelte, vor Neugierde aber auch bald platzte, hatte er ihn hoch genommen.</p>
<p>„Hallo, bitte, können sie uns eine kleine Auskunft geben? Wir haben es doch so eilig.“</p>
<p>Der beleibte Mann auf dem Drehstuhl las unbeirrt und genussvoll die Zeitung mit den großen Buchstaben. Als er das <em>Girl des Tages</em> entdeckt hatte, schnaubte er genussvoll, ließ sich aber nicht beirren.</p>
<p>„Das ist doch wohl die Portiers-Loge und der Typ soll doch für Ordnung und Klärung sorgen, wird doch sogar dafür bezahlt, denke ich mal. Jetzt versuche ich es mal und bleibe auch höflich&#8230; Hallo, guter Mann, das hier ist Opa Hermann und ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf.</p>
<p><span id="more-1088"></span>Wir haben nur eine kurze Frage, bei der sie uns sicher helfen können. Wir sind auch ein bisschen in Eile und halten sie nicht lange mit unserem Anliegen auf. Bitte kommen sie doch mal näher, haben ein Einsehen mit uns!“</p>
<p>Blind tastend, weil die Berichte so interessant waren, angelte der Empfangschef nach seiner halbvollen Kaffeetasse und nahm schmatzend einen Schluck. Dann setzte er diese genauso automatisiert wieder auf den Tisch.</p>
<p>„Das wird so nichts“, der alte Bergmann hielt AMOS sein Schnäutzchen zu und verrutschte so dessen Augenklappe. „Entschuldigen sie bitte, mein Herr. Da vorn sahen wir gerade einen Hundert-Euro-Schein liegen. Ist der vielleicht von ihnen?!“</p>
<p>Wie vom Blitz getroffen schoss der Rundliche in die Höhe und die Zeitung landete mit einem Zipfel in der Kaffeetasse.</p>
<p>„Hundert Euro? Klar, die müssen von mir sein.“</p>
<p>Mit einem Ruck flog die Türe der Loge auf und er stand aufgeregt und mit den Armen wedelnd vor ihnen.</p>
<p>„Wo genau, sagtet ihr, liegt der Geldschein genau?“</p>
<p>Opa Hermann hatte eine sehr beflissene und ernsthafte Mine aufgesetzt.</p>
<p>„Wir sahen ihn gerade noch vor Zimmer 326-d. Wollen sie bitte vor gehen?!“</p>
<p>„Klar doch“, murmelte der Portier und watschelte schnell die Treppe hinauf.“</p>
<p>AMOS guckte sehr belämmert.</p>
<p>„Meinst Du, der zeigt uns jetzt, wo wir hin müssen?“</p>
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		<title>AMOS und die Grippe-Impfung</title>
		<link>http://www.piratenschaf-amos.de/2011/10/16/amos-und-die-grippe-impfung/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 07:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[AUfregung]]></category>
		<category><![CDATA[Grippe]]></category>
		<category><![CDATA[Landarzt]]></category>
		<category><![CDATA[Schutzimpfung]]></category>

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		<description><![CDATA[von Inge Dietrich „Wer hätte das gedacht. Dabei war er doch immer so nett und Du mochtest ihn ja auch. Typisch Arzt, denn sie sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren – sicher alles wegen der Gesundheitsreform. Man sollte es einfach einmal in die Zeitung setzen. Ach, bin ich wütend&#8230;“ Das gefährliche Piratenschaf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Inge Dietrich</pre>
<p>„Wer hätte das gedacht. Dabei war er doch immer so nett und Du mochtest ihn ja auch. Typisch <em>Arzt</em>, denn sie sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren – sicher alles wegen der Gesundheitsreform. Man sollte es einfach einmal in die Zeitung setzen. Ach, bin ich wütend&#8230;“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf konnte sich einfach nicht beruhigen und lief in der Stube auf und ab.</p>
<p>„Wen meinst Du denn? Wer hat Dich denn so fürchterlich in Rage gebracht?“ fragte Opa Hermann.</p>
<p><span id="more-1086"></span>„Der Arzt im Dorf &#8211; und da gibt es doch wohl nur einen Landarzt. Landarzt will ja auch niemand mehr machen. Dabei hast Du mir ja selbst erzählt, dass Grippe eine fiese Krankheit ist, weswegen die Leute im Bett liegen müssen. Sie können ihre Arbeit nicht mehr machen, fühlen sich schwach, matt und haben Gliederschmerzen, keinen Hunger&#8230;“</p>
<p>„Okay – klar, das habe ich gesagt. Und was, bitteschön, hat unser Arzt damit zu tun?“, unterbrach ihn Opa Hermann, der eine Tasse heißen Kakaos für Amos lieb über den Tisch schob.</p>
<p>„Die liebe Frau im Kiosk, die mir schon mal die Augenklappe auf die andere Seite bindet, wenn sie verrutscht ist, erzählte einer anderen Frau, dass im Eingang ein großes Schild hänge: “GRIPPE-IMPFUNG… heute!!. Ist das nicht ein Skandal? “</p>
<p>Die Leute sind froh, wenn sie diese Grippe los sind und der Arzt spritzt sie denen, die sie noch nicht haben. Das kann es doch nicht sein. Obendrein erhält er auch noch Geld dafür!“</p>
<p>„Jetzt habe ich verstanden, was Du meinst“, lachte der alte Bergmann. „Ach Amos, da hast Du was völlig falsch verstanden. Der Arzt ist immer noch nett und es geht darum, diese Krankheit <em>Grippe</em> erst gar nicht zu bekommen. Aber Du selbst weißt doch am besten wie das ist, wenn Du zum Tierarzt musst und gepiekst werden sollst. Dann bist Du doch auch schon Tage vorher am Boden zerstört.</p>
<p>Unser Arzt setzt den Patienten einen klaren Termin, quasi als leichten Druck, sich zu einer Grippeschutz-Impfung zu überwinden. So etwas nenne ich gut gemeinte Fürsorge bei einem guten Dienst am Patienten!“</p>
<p>AMOS hatte errötend jetzt alles verstanden, wusste jedoch nicht, wo er hingucken sollte.</p>
<p>„Meinst Du, die Frau im Kiosk verpetzt mich nun? Ich habe der das genau so erzählt wie gerade eben Dir! Als sie mir was dazu sagen wollte, kamen bereits andere Kunden“</p>
<p>„Nein“, sagte Opa Hermann, „alles ist gut. Trink deinen Kakao und ab ins Körbchen. Gute Nacht Amos!“</p>
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