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	<title>AMOS, das Piratenschaf &#187; AMOS</title>
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	<description>Niemals aufgeben - Avalott-Mäh!</description>
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		<title>AMOS und der verständnisvolle Bestseller-Autor</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 06:43:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimiland]]></category>
		<category><![CDATA[1976]]></category>
		<category><![CDATA[Agatha Christie]]></category>
		<category><![CDATA[Agatha Miller]]></category>
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		<category><![CDATA[Kriminal-Schriftsteller]]></category>
		<category><![CDATA[Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenschaf]]></category>
		<category><![CDATA[unerwarteter Besuch]]></category>

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		<description><![CDATA[von Per Inradi – mit freundlicher Genehmigung von Klaus-Peter Wolf (Autor) Er erwartete niemanden, aber die besten Geschichten schreibt ja das Leben. „Na, dann komm mal herein, Du hoher Besuch! Und wen kann ich bitte begrüßen?“ Komisch war es schon etwas. „Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf und die im Ort sagen, dass wenn, dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi – mit freundlicher Genehmigung von Klaus-Peter Wolf (Autor)</pre>
<p>Er erwartete niemanden, aber die besten Geschichten schreibt ja das Leben. „Na, dann komm mal herein, Du hoher Besuch! Und wen kann ich bitte begrüßen?“ Komisch war es schon etwas.</p>
<p>„Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf und die im Ort sagen, dass wenn, dann Sie viel Ahnung von Krimis haben sollen. Es ist nämlich so, dass ich bald auch ein berühmter Kriminal-Schriftsteller sein werde.“</p>
<p>Der freundliche Bestseller-Autor musste sich ein Schmunzeln verkneifen.</p>
<p><span id="more-554"></span>„Ja, das mit der Gefährlichkeit kann man Dir schon ansehen, aber wie kann ich Dir in Sachen Krimis weiter helfen?“</p>
<p>„Ich suche schon länger die Telefonnummer von Agatha Christie, die sie vielleicht kennen. Haben sie die zufällig?“</p>
<p>Um gegenüber seinem uneingeladenen Gast keine Unhöflichkeit aufkommen zu lassen, fragte der Hausherr, ob er vielleicht Milch, Limo, Tee oder Apfelsaft anbieten könne.</p>
<p>„Kakao – ich liebe Kakao und den trinke ich ach so gern.“</p>
<p>Gesagt – getan und dann kam die sorgfältig vorgetragene Antwort, die nicht kränkend ausfallen sollte: „Also – Agatha Christie oder Miller war Engländerin und ist bereits im Jahre 1976 verstorben. Deshalb kannst Du sie leider auch nicht anrufen. Aber sei nicht traurig – vielleicht habe ich trotzdem noch etwas für Dich.“</p>
<p>Der Gong der Haustüre ließ beide aufhorchen.</p>
<p>„Tach und entschuldigen sie. Ich bin kein Vertreter,“ stammelte der hagere ältere Mann. „Haben sie vielleicht ein Schaf mit einer Augenklappe gesehen? Man nennt mich übrigens Opa Hermann.“</p>
<p>Eine freundliche Geste mit der rechten Hand geleitete ihn ins Wohnzimmer, wo AMOS gerade hingebungsvoll Kakao schlürfte und er ihn überglücklich in die Arme schloss.</p>
<p>„AMOS – also wirklich. Du hast ja wohl keine Berührungsängste!“</p>
<p>Klaus-Peter Wolf erhob sich. „Wissen sie, in meinem Beruf lernt man schon viele Exoten kennen, aber kaum jemand ist wirklich so gefährlich, wie unser kleiner Held hier.“</p>
<p>Liebevoll zu Amos gebeugt bemerkte er noch: „Tiefschläge – wie das Ableben von Agatha Christie – gehören dazu, aber wir geben ja niemals auf, nicht wahr Herr Kollege?!“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf glühte noch lange vor Stolz wegen dieses tollen Lobes.</p>
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		<title>AMOS und sein schöner Name</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 06:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Amor]]></category>
		<category><![CDATA[AMOS]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[geniale Idee]]></category>
		<category><![CDATA[Gott der Liebe]]></category>
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		<category><![CDATA[Name]]></category>
		<category><![CDATA[Ostfriesland]]></category>
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		<category><![CDATA[Piratenfreunde]]></category>
		<category><![CDATA[zufrieden]]></category>

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		<description><![CDATA[AMOS sinniert über seinen Namen und verwechselt sich quasi selbst mit einer anderen, ähnlich klingenden Berühmtheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Celine Buckbermanns</pre>
<p>„Ich bin ganz zufrieden, Opa Hermann, verstehst Du?“</p>
<p>Mit wohlwollendem Blick schaute der alte Bergmann über die Tageszeitung. „Recht so, wirklich schön. Aber womit denn diesmal?“</p>
<p>„Mit meinem Namen – AMOS klingt wirklich gut und man kann ihn sich auch bestens merken.“</p>
<p><span id="more-539"></span>Der Kakao wurde nachgefüllt und Opa Hermann sah auf die Uhr, ob es schon spät genug für ein kleines Pilsken sei. Schließlich wollten sie ja nirgendwohin mehr mit dem Fahrrad und Anhänger fahren.</p>
<p>„Weißt Du, Dein Name AMOS kommt nicht von dem Propheten aus der Bibel. Es war doch so, dass Dich Deine lieben Piratenfreunde als verzweifelt blökendes Waisenlämmchen am Ostufer des Flüsschens Leda bei Leer in Ostfriesland gefunden haben und Dir danach den Namen AMOS gaben. Am Ostufer – AMOS – das war doch eine geniale Idee, wo es einfacher doch nicht mehr ging.</p>
<p>Und heute bist Du stolz auf Deinen Namen, den sich viele leicht merken können?“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf nickte tief ergriffen, schlürfte einen großen Schluck heißen Kakao und meinte stolz: „Ja – und als ich auch noch hörte, dass AMOS der Gott der Liebe sei, ganz viele Leute ihn kennen, dann war ich besonders froh.“</p>
<p>Opa Hermann stutzte irritiert.</p>
<p>„Ja – zumindest fast und nahezu ähnlich. Der heißt ein bisschen anders, nämlich AMOR, aber AMOS ist auch ein verdammt guter Name!“</p>
<p>Der kleine Held lehnte sich zufrieden zurück. Ein gefährliches Piratenschaf war er ja bereits – und beinahe auch noch der Gott der Liebe?</p>
<p>Aber man kann ja schließlich auch nicht alles haben.</p>
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		<title>Das Ostufer der Leda</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 09:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[AMOS]]></category>
		<category><![CDATA[Fundort]]></category>
		<category><![CDATA[Leda]]></category>
		<category><![CDATA[Leer]]></category>
		<category><![CDATA[Ostufer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolltet ihr schon immer mal sehen, wo AMOS gefunden wurde?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_479" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a href="http://www.piratenschaf-amos.de/wp-content/uploads/2010/06/Ostufer_Leda.jpg"><img class="size-medium wp-image-479  " title="Ostufer_Leda" src="http://www.piratenschaf-amos.de/wp-content/uploads/2010/06/Ostufer_Leda-300x201.jpg" alt="Das Ostufer der Leda" width="180" height="121" /></a><p class="wp-caption-text">Das Flüßchen Leda bei Leer</p></div>
<p>Für alle, die sich schon immer mal gefragt haben, wo AMOS denn nun genau gefunden wurde, hier ein Foto.</p>
<p>Rechts, das Ostufer der Leda. Hier legten die lieben Piraten an, weil AMOS mal Pipi musste. Der Rest ist Geschichte.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Millionärin sucht</title>
		<link>http://www.piratenschaf-amos.de/2009/08/27/millionarin-sucht/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 16:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[AMOS]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Millionärin]]></category>
		<category><![CDATA[Opa Hermann]]></category>
		<category><![CDATA[Romanheld]]></category>
		<category><![CDATA[verkaufen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Millionärin sucht einen Romanhelden. Warum nur?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi</pre>
<p>„AMOS, ich habe nun mal eine Frage an dich.“ Opa Hermann sah über den Rand seiner Lesebrille und grinste.</p>
<p>„&#8230;ob ich noch ein Schälchen Kakao möchte? Aber gern doch!“</p>
<p>„Nein, etwas anderes. Ich wollte mal feststellen, inwieweit du schon Situationen richtig erfassen kannst.“ Das gefährliche Piratenschaf schaute ganz andächtig zu ihm hoch.</p>
<p>„Also pass auf. Vor einiger Zeit erschien in der Zeitung folgende Anzeige – und höre bitte gut zu:“</p>
<address>Junge, gut aussehende Millionärin sucht Partner fürs Leben.</address>
<address>Alter, Aussehen, Vermögensstand spielen keine Rolle.</address>
<address>Einzige Voraussetzung:</address>
<address>Er muss er dem Helden des Buches</address>
<address>(Nun wird der Titel des Buches und der Verlag genannt)</address>
<address>ziemlich ähnlich sein.</address>
<address><strong>CHIFFRE</strong> </address>
<p>„Es haben sich daraufhin viele hundert Männer gemeldet. Und was glaubst du, wen sie genommen hat?“</p>
<p>AMOS hatte ganz aufgeregt nach gedacht und kam leider zu keiner Antwort.</p>
<p>„Keinen, lieber AMOS.“</p>
<p>„Und warum nicht ?“</p>
<p>Die Absicht war, einzig und allein die Auflage dieses Buches zu verkaufen. Und nun bekommst du noch einen Kakao.“</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vor der Wahl</title>
		<link>http://www.piratenschaf-amos.de/2009/08/18/vor-der-wahl/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 19:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[AMOS]]></category>
		<category><![CDATA[Belämmerung]]></category>
		<category><![CDATA[Opa Hermann]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlplakate]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wahlplakate hängen wieder und AMOS macht sich so seine Gedanken darüber.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Heinz Erdferkel</pre>
<p>„Opa Hermann, gibt es bald wieder Wahlen? Ich habe überall die Plakate gesehen.“</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Und darf ich auch wählen?“</p>
<p>Opa Hermann streichelte das gefährliche Piratenschaf auf den Kopf und band ihm seine Klappe auf das andere Auge. „Sieh mal&#8230;&#8221;, er räusperte sich und startete neu.</p>
<p>„Schau mal, das ist so: Die Schafe haben nun mal den Ruf, etwas genetisch belämmert zu sein. Und die Menschen sind da vorsichtig, weil sie auf gewisse Wähler-Merkmale abzielen.“</p>
<p>AMOS verstand nichts. „Ja dürfen Löwen denn dann wählen?“</p>
<p>Opa Hermann sah ihn an. „Nein – die nicht und auch keine anderen Tiere, wie Affen und Schnecken&#8230;“</p>
<p>„Aber wieso hängen denn da so viele Plakate mit lächelnden Menschen-Köpfen? Es gibt doch Teils viel schönere Tiergesichter.“</p>
<p>Opa Hermann grinste und hüstelte etwas. „Versteh das doch mal. Die Politiker wollen halt nichts riskieren. Daher verändern sie vorbehaltlich nichts. Und heraus kommt&#8230;“</p>
<p>AMOS unterbrach ihn mit hoch rotem Kopf.</p>
<p>„Belämmerung?“</p>
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		<title>Manager Training</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 10:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[AMOS]]></category>
		<category><![CDATA[Anhänger]]></category>
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		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Die schöne Jahreszeit war endgültig vorbei, aber von Opa Hermann auf dem Fahrrad-Anhänger gefahren zu werden, machte AMOS doch sehr viel Spaß. Eine Decke lag drin und er hatte seinen roten Schal umgebunden. So genoss er die Fahrt und ließ sich ab und an zu einem wohligen „Mäh“ hinreißen. Grün beruhigt ja bekanntlich und Ostfriesland hat ja nun einmal viel davon.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Ernst-Caspar und Polarfux</pre>
<p>Die schöne Jahreszeit war endgültig vorbei, aber von Opa Hermann auf dem Fahrrad-Anhänger gefahren zu werden, machte AMOS doch sehr viel Spaß. Eine Decke lag drin und er hatte seinen roten Schal umgebunden. So genoss er die Fahrt und ließ sich ab und an zu einem wohligen „Mäh“ hinreißen. Grün beruhigt ja bekanntlich und Ostfriesland hat ja nun einmal viel davon.</p>
<p>Etwas weiter zeichnete sich ein kleines Tannen-Wäldchen ab, das AMOS eigentlich gar nicht so mitbekam, weil er sich halt dem Genuss hingab, so richtig schön bemuttert zu werden. Es waren prächtige Tannen, die viel älter sicherlich auch gar nicht wurden, wenn er Opa Hermanns Schilderungen der Natur um uns herum richtig verstanden hätte, doch etwas ließ ihn ruckartig zusammen fahren, so dass er fast vom Fahrrad-Anhänger geplumpst wäre.</p>
<p>„Opa Hermann, Opa Hermann, halte an! Da oben ist etwas in den Bäumen!“</p>
<p>Opa Hermann stoppte wirklich und drehte sich zu dem kleinen Piratenschaf um. Er war so schön in einem Fahrt-Rhythmus gewesen und nun diese Zwangspause?</p>
<p>„AMOS, nun mal im Ernst. In einem Tannenbaum sind oben Tannenzapfen und die dürfen da auch sein. So ist das nun mal in einem Tannen-Wald.“</p>
<p>AMOS war schon wieder ein wenig beleidigt und guckte etwas piratiger als sonst – meinte er jedenfalls. „Die kenne ich doch und die meine ich nicht. Da oben in den Bäumen sind Leute!“</p>
<p>Diesmal stieg Opa Hermann vom Rad und guckte AMOS skeptisch an. Als er dann auch auf blickte, sah er einzelne Männer mit Seilen und Helmen in den Baumwipfeln. Nun war er doch auch ziemlich erstaunt, denn alles ergab keinen Sinn. Hinter ihnen war ein sportlicher Mittvierziger aufgetaucht, der ebenfalls einen Helm trug, eine Trillerpfeife zwischen den Zähnen hielt und ein Klemmbrett wie ein Schild vor seiner Brust hielt.</p>
<p>„Verschwindet!“, war sein liebloser Kommentar und dann schaute er auch wieder nach oben.</p>
<p>„Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf und das ist Opa Hermann. Wir suchen meine lieben Piratenfreunde. Hast Du sie vielleicht gesehen?“ Dem unhöflichen Fremden fiel die Trillerpfeife aus den Zähnen.</p>
<p>„Und das hier ist ein konzentriertes Outdoor-Managertraining der kostenintensiven Art. Und deshalb verschwindet Ihr besser.“</p>
<p>Diesmal war es Opa Hermann, der neugierig fragte. „Und was suchen sie da oben?“</p>
<p>„Sie suchen nichts – sie finden sich selbst, ihre Grenzen, den Bezug zur Umwelt und zur Realität.“</p>
<p>„Und zu Tannenzapfen?“ fragte AMOS.</p>
<p>Ärgerlich drehte der der Rädelsführer zu ihm. „Darum geht es nur sekundär. Es ist die Sinneserweiterung, endlich etwas grünes anzufassen.“</p>
<p>„Aber Tannenzapfen liegen doch auch auf dem Boden“, gab AMOS nicht auf „und grün ist doch vieles in Ostfriesland.“</p>
<p>Mit einem lauten Plumpsen war einer der Angeseilten Sinnessucher aus dem Baum gefallen und hing nun mit einem hoch gezogenen Bein in einem Ameisenhaufen, der aber Gottlob von seinen Bewohnern schon lange verlassen worden war.</p>
<p>„Minuspunkte – Minuspunkte Dr. Schreller. So geht das nicht. Sie müssen diesen Baum schon lieben. Nur so bezwingen sie ihn.“</p>
<p>Opa Hermann löste das Seil von seinem Bein und half ihm auf. Beschämt klopfte der so getadelte die Tannennadeln aus seiner Outdoor-Kluft und gelobte mehr Konzentration auf das Wesentliche.</p>
<p>„Komm, wir müssen weiter, bevor der nächste uns aufs Fahrrad fällt.“ Opa Hermann trat in die Pedalen und AMOS kam von diesem Eindruck nicht los.</p>
<p>„Was wollten die denn mit den Tannenzapfen?“</p>
<p>„Nein, die sammeln keine Tannenzapfen, die wollten nur mal ausprobieren, wie gut sie sind.“</p>
<p>„Beim Tannenzapfen-Zählen vielleicht?“</p>
<p>„Nein, auch nicht. Das sind so Manager, die zahlen sehr viel Geld für neue Eindrücke. Anschließend behaupten sie, dass sie unglaublich viel gelernt haben. Schon allein, weil dieser Lehrgang sehr teuer ist.“</p>
<p>AMOS dachte angestrengt nach. „Aber die hätten doch viel mehr davon, wenn sie hier auf dem Anhänger säßen und grün ist es hier auch überall. Weißt Du was? Wir legen ein paar Tannenzapfen auf die Decke, setzen zwei Manager hier rein und fahren sie durchs Grüne.“</p>
<p>Opa Hermann runzelte die Stirn. „So dumm ist diese Idee gar nicht. Ich fahre dann über ein paar Steine, damit sie sich ordentlich festhalten müssen. Wenn wir sagen, dass wirklich nur zwei Plätze im Anhänger frei sind, dann meinen sie auch, es ist etwas besonderes. Siehst Du – so kann man Geld verdienen und Leute glücklich machen, die sonst gar nicht mit uns reden würden.“</p>
<p>AMOS strahlte. „Aber eine Augenklappe müssten sie dann neben den Tannenzapfen auch bekommen.“</p>
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		<item>
		<title>Wie AMOS Opa Hermann traf</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 20:23:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[AMOS]]></category>
		<category><![CDATA[einsam]]></category>
		<category><![CDATA[Kakao]]></category>
		<category><![CDATA[Opa Hermann]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenfreunde]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenschaf]]></category>
		<category><![CDATA[Schaf-Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Tränen]]></category>
		<category><![CDATA[verloren]]></category>

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		<description><![CDATA[AMOS hat seine lieben Piratenfreunde verloren und findet in Opa Hermann einen guten Freund.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Augenklappe war von den Tränchen völlig durchnässt und AMOS konnte damit einfach nicht aufhören.</p>
<p>Das, was passiert war, war so schrecklich, dass er es selbst nicht glauben konnte. Nur eine kurze Zeit war er an Land gegangen und hatte dieses wunderhübsche Schaf-Mädchen dezent beschnuppert, als die Piraten mit ihrem Schiff in dem festen Glauben ablegten, er sei an Bord. Sie hatten es wohl erst bemerkt, als sie schon weiter weg waren. Auf der Suche nach einem Hügel war AMOS auch immer weiter gelaufen und irgendwann verzweifelt eingeschlafen. Wie ein Häufchen Elend hatte er sich wimmernd in einer Mulde hinter einem Strauch verkrochen, als ein Schatten über ihn fiel.</p>
<p>„Erschrecke dich bitte nicht – dir geht es wohl nicht so gut ?!“ Ein hagerer älterer Mann hatte sich über ihn gebeugt und betrachtete die feuchte Augenklappe.</p>
<p>„Ich bin Opa Hermann. Nein, kein wirklicher Opa, weil ich halt keine Kinder habe, aber man nennt mich so. Vielleicht, weil ich mich auch so benehme. Schließlich führt sich ja auch nicht jede Mutter wie eine Mutter auf und Politiker wie Volksvertreter. Dann darf ich auch Opa sein.</p>
<p>AMOS blinzelte gegen die Sonne.</p>
<p>„Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf und habe meine lieben Piratenfreunde verloren.“</p>
<p>Opa Hermann musste ein Grinsen unterdrücken  und nach einer Weile des Streichelns band er die Augenklappe auf die andere Seite, erfuhr unter Schlurzen die komplette tragische Geschichte.</p>
<p>„So, deine Freunde haben dir also immer Kakao gekocht und die Augenklappe gewechselt? Das war also deine wahre Familie? Oh, ich verstehe schon, wie du dich nun fühlen musst. Was hältst du davon, wenn du erst mal mit in meine alte Kate kommst und dich beruhigst? Kakao habe ich auch und danach überlegen wir einmal, wie alles weiter gehen könnte.“</p>
<p>Er packte AMOS auf den Anhänger seines alten Fahrrades und erreichte bald die frei stehende Hütte, wo in der Ecke bereits der Igel Jupp schnarchte. Er wickelte seinen kleinen Gast in eine Decke und als er den Kakao gekocht hatte, schlummerte dieser bereits selig, tief atmend und leicht zitternd.</p>
<p>„Ein Piraten-Schaf. Wer hätte heute Morgen gedacht, dass der Tag so verlief. Piraten – gar liebe Piraten habe ich hier ja noch nie gesehen, was aber nichts heißen mag.“</p>
<p>Er griff zur Lesebrille und las den Lokalteil der Zeitung, wo ein aufgepuscht geschildertes Ereignis das nächste jagte, aber ihm nichts wirklich lesenswert erschien. Nur von seinem Fund wollte er in der Zeitung nun wirklich nichts lesen. Es müsste auch so gehen, vielleicht mit der Hilfe von Menschen, die noch nicht so ganz stumpf und abgeflacht geworden sind?</p>
<p>„Eine neue Zeit ist wohl angebrochen. Mein Leben mit AMOS und die Suche nach seinen lieben Piratenfreunden. Na, dass kann ja was werden.“</p>
<blockquote><p>Die Geschichte wird fortgesetzt – von uns und alle zehn Tage. Aber wie steht es denn um ihre Ideen? Haben sie Lust, mit zu schreiben? Eingeladen sind ganz kleine Kreative bis hin zu ideenreichen Seniorinnen und Senioren.</p>
<p>Was zum Thema passt, wird hier erscheinen … versprochen !!</p></blockquote>
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		<title>Im Supermarkt</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 11:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Was macht ein Schaf im Supermarkt? Doch wohl nichts kaufen? An der Kasse nimmt die Geschichte ihren Anfang und AMOS versteht die Welt nicht mehr. Er ist doch nur ein gefährliches Piratenschaf auf der Suche nach den lieben Piraten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich bin &#8230;“</p>
<p>Die desinteressiert dreinblickende Kassiererin schaute ins leere &#8230;</p>
<p>„Erst den Wagen vor schieben – nach hier!“</p>
<p>AMOS wusste nicht so recht &#8230;</p>
<p>„Den Wagen &#8230; Iss Vorschrift!“</p>
<p>Einen Moment lang sagte keiner etwas.</p>
<p>„W-a-g-e-n, Einkaufswagen &#8230; hierhin. Ich muss da rein gucken!“</p>
<p>„Aber ich habe doch gar keinen Wagen.“</p>
<p>Nun erhob sich die hagere Mittvierzigerin mit dem grauen Perlon-Kittel und blickte über das Laufband. „Und was hast Du nun gekauft?“</p>
<p>AMOS kräuselte die Schafsnase und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf und wollte nur fragen, ob Du meine lieben Piratenfreunde gesehen hast.“</p>
<p>„Und im Fell? Was hast Du im Fell?“</p>
<p>AMOS verstand nicht, zuckte aber zusammen, als zweimal geklingelt wurde. Schnell eilte ein nicht sehr großer Weißkittel mit einem lang gezogenen <em>Aaach</em> herbei. „Ach, ach, ach &#8230; die neusten Tricks der südosteuropäischen Ladendiebe? Ein Gruß von der EU-Erweiterung? Aber das haben wir doch schnell.“ Zu der Kassiererin gebeugt: „Ist er schon länger hier?“</p>
<p>Ein paar Tränchen konnte AMOS nicht zurück halten. „Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf. Ich suche doch meine lieben Piratenfreunde – und ich bin Ostfriese, glaube ich jedenfalls &#8230;“</p>
<p>„Und was haben wir geklaut? Na, Deine Flucht endet wohl hier und jeder Diebstahl wird zur Anzeige gebracht. Gleich hier oben steht es schon.“</p>
<p>AMOS sackte zusammen und weinte nun bitterlich. „Ich wollte doch nur &#8230;“ blökte er leise.</p>
<p>„Wollen, wollen – so läuft das nicht. Schon in dieser Woche fehlen uns sechs Flaschen von diesem amerikanischen Whiskey.</p>
<p>„Interessant &#8230;“, die Kassiererin hatte ein Schild aufgestellt mit dem Hinweis, dass man sich hier nicht mehr anstellen sollte. „Interessant ist doch, was den Typen heute alles einfällt, Chef. Vielleicht trinkt er keinen Borbon, dann ist er eben Ablenkungsmanöver und die karren die Kisten gleich zu mehreren raus. Soll ich die Polizei anrufen?“</p>
<p>Der Filialleiter rieb sich die Adlernase: “Nach Vorschrift, Frau Hickenga, immer nach Vorschrift – was denn sonst?“</p>
<p>Ein Passat mit Blaulicht hielt direkt vor dem Eingang. Zwei Herren in modischem grün bahnten sich einen Weg durch die entsetzten Hausfrauen. Die Polizeibeamten umringten AMOS mit vorbehaltlich zwei gezückten Handschellen. Der jüngere meinte anmerken zu müssen, dass die dünnen Beinchen da wohl durch flutschten. Diese Peinlichkeit überspielte der ältere: „Und Du trinkst nun gerne teuren Bourbon?“</p>
<p>AMOS verstand auch diesmal wieder nichts.</p>
<p>Zu seinem Kollegen gewandt: „Wie können wir den denn abführen – und wie bekommen wir denn die Personalien heraus?“</p>
<p>AMOS stampfte mit dem Huf und sagte trotzig : „Ich bin AMOS &#8230; und Ostfriese!“</p>
<p>Die beiden Beamten wandten sich ab, tuschelten. Eine fatale Situation. Besteht Gefahr im Verzug von einem Lamm? Die Flucht wurde ja bereits vereitelt. Diebesgut konnte auch nicht sicher gestellt werden. Und nun? Kleine Kinder kreischten, eine ältere Dame wollte ihm über das niedliche Köpfchen streicheln und ihm bei dieser Gelegenheit die Augenklappe wieder richten. Jemand wollte den Lokalreporter anrufen.  Da kam dem Dienstälteren die erleuchtende Idee!</p>
<p>„Wie kommt ein Piratenschaf in Ihren Supermarkt, Herr Filialleiter?  Das ist doch gegen alle Gesetzgebung, muss ich mal feststellen!“</p>
<p>Ertappt errötete der angesprochene, rang nach Luft, wedelte mit den Armen und wandte sich zur Kassiererin, deren siegessichere Miene nun auch verblasste. „Diese Frage gebe ich gleich an Sie, Frau Hickenga, weiter. Das ist so eine unglaubliche Sache, dass es einer Abmahnung würdig ist. Ich schäme mich im Namen des Vorstandes. Stellen Sie sich nur vor, ein Journalist wollte hier etwas kaufen – per Zufall!“</p>
<p>„Na, amerikanischen Whiskey haben wir ja nicht mehr &#8230;“, stotterte die angeraunzte.</p>
<p>„Und Du, mit Deiner Augenklappe, verschwindest auch mal schnell von hier.“</p>
<p>AMOS wollte noch fragen, ob vielleicht die Polizisten, oder jemand der gaffenden Kunden seine lieben Piratenfreunde gefunden hatten. Er tat es nicht und schlich durch den Ausgang, sah sich noch einmal die Einkaufswagen an, die ja so wichtig zu sein schienen. Als er um die Ecke hoppelte, stolperte er fast über einen Karton mit sechs Flaschen amerikanischen Bourbon Whiskey.</p>
<p>Nur schnell weg hier – und außerdem mochte er ja sowieso viel lieber Kakao.</p>
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