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	<title>AMOS, das Piratenschaf &#187; Augenklappe</title>
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	<description>Niemals aufgeben - Avalott-Mäh!</description>
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		<title>AMOS und die Wichtigkeit des Ausweises</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 02:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Per Inradi „Hu – hu, hu …“ wimmerte depressiv das gefährliche Piratenschaf, so dass Opa Hermann erschrocken die Lesebrille abnahm und die Zeitung beiseite legte. „Was ist, AMOS, geht es Dir nicht gut? Komm, raus mit der Sprache!“ „Es ist …“ schluchzte der kleine Held „ … die Kälber haben zum Beispiel ihre Ausweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi</pre>
<p>„Hu – hu, hu …“ wimmerte depressiv das gefährliche Piratenschaf, so dass Opa Hermann erschrocken die Lesebrille abnahm und die Zeitung beiseite legte.</p>
<p>„Was ist, AMOS, geht es Dir nicht gut? Komm, raus mit der Sprache!“</p>
<p>„Es ist …“ schluchzte der kleine Held „ … die Kälber haben zum Beispiel ihre Ausweise an den Ohren und ich habe nichts außer meiner Augenklappe!“</p>
<p>„… die Dir natürlich ausgezeichnet steht und Dich sehr piratig kleidet, wie alle feststellen“, versuchte der alte Bergmann zu trösten. „Aber als Piratenschaf hast Du doch nicht die Probleme, die Menschen Menschen bereiten können. “</p>
<p><span id="more-1073"></span>Er öffnete sich ein Pilsken, schaute aus dem Fenster und begann eine Geschichte zu erzählen, die er eigentlich verdrängt hatte.</p>
<p>„Vor vielen Jahren rutschte ich auf dem feuchten Treppenstein aus, drehte und brach mir vier Mal das linke Bein. Die Ambulanz kam, aber das Krankenhaus winkte ab, weil es ein Freitagnachmittag war. Am kommenden Montag wollte man operieren, aber dann müsste man noch eine Woche wegen des geschwollenen Beines warten. Würde ich so nicht Gefahr laufen, das Bein verlieren zu können?</p>
<p>Ich geriet in Panik, fluchte und drohte – und man hatte ein mürrisches Einsehen, wollte mir auch nicht glauben, dass ich oberhalb des Röntgenbildes auch noch einen Bruch hatte. Man musste also noch einmal nachschauen, neu röntgen und alle waren ziemlich genervt.</p>
<p>Als ich wieder wach wurde – eigentlich zwei Tage später richtig bei Bewusstsein war – wollte ich an meine Hose, wo in der Gesäßtasche meine Brieftasche mit allen wichtigen Ausweisen und Kreditkarten steckte. Leider hatte man diese, nachdem sie aufgeschnitten wurde, verbrannt und meinte, ich müsste auf meine Sachen halt selbst aufpassen. Wie sollte ich denn, wenn ich ohnmächtig und danach in Narkose lag?!</p>
<p>Dann begann für mich eine mittlere Hölle, als ich mit nicht eingegipstem Bein auf Krücken in den Behörden neue Ausweis-Papiere beantragte. Man schickte mich hin und her, her und hin. Erst eine teure <em>Sicherheitsüberprüfung</em> half, weil es PRESSE-Fotos in Fachartikeln von mir gab, die ein reicher (!) Mann im Ort identifizierte.</p>
<p>Also – kleiner AMOS – sei froh, wenn Du keine Ausweispapiere brauchst und Dich alle Welt an deiner Augenklappe erkennt und dadurch sicher auch sehr mag!“</p>
<p>AMOS hatte diesmal alles verstanden und blickte ganz teilnahmsvoll.</p>
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		<title>AMOS und der Tinitus</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 09:57:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<description><![CDATA[von Per Inradi „Ich glaube“, der alte Bergmann nahm noch mal einen Schluck Pilsken, „ich denke mal, ich habe einen Tinitus auf den Augen.“ Das gefährliche Piratenschaf erschrak zutiefst und stieß beinahe seinen heißen Kakao um. Was hatte der väterliche Freund da gesagt? Einen Tinitus auf den Augen? Es trug zwar immer eine Augenklappe, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi</pre>
<p>„Ich glaube“, der alte Bergmann nahm noch mal einen Schluck Pilsken, „ich denke mal, ich habe einen Tinitus auf den Augen.“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf erschrak zutiefst und stieß beinahe seinen heißen Kakao um. Was hatte der väterliche Freund da gesagt? Einen Tinitus auf den Augen?</p>
<p>Es trug zwar immer eine Augenklappe, aber doch nur aus dem einzigen Grund, weil es innständig hoffte und daran glaubte, dass es so viel piratiger aussähe. Jedoch hatte es zwei gesunde Augen, die es auch blieben, wenn man ihm ab und an die Augenklappe auf die andere Seite band, denn mit seinen Hufen ging das nicht so gut.</p>
<p>„Opa Hermann, Du machst mir Angst!“</p>
<p><span id="more-918"></span>Erst jetzt bemerkte AMOS den leicht glasigen Blick. Es war sicher nicht das erste Pilsken, was nun halb leer auf dem Küchentisch stand.</p>
<p>„Lass mal gut sein, kleiner Held. Ich hatte eben halt nur mal ein bisschen Heimweh und da habe ich mir glatte zwei Pilsken am Vormittag gegönnt. Aber bitte nicht weiter sagen und auch nicht aufregen!“</p>
<p>Ungewohnt kichernd goss er noch mal heißen Kakao nach, was AMOS sehr aufmerksam fand und ihn auch wieder halbwegs beruhigte.</p>
<p>„Wieso sagst Du denn so etwas über Deinen Tinitus? Was ist denn jetzt die Tatsache?“</p>
<p>Opa Hermann fing noch mal an: „Also&#8230; ich glaube, ich habe einen Tinitus auf den Augen&#8230;“</p>
<p>Dann winkte er grinsend ab. „&#8230; ich sehe nämlich überall nur Pfeifen!“</p>
<p>Nach einem angemessenen Schweigen quittierte das gefährliche Piratenschaf mit einem seelenvollen <em>Ach?!</em> und hoffte, dass er nicht verriet, dass es das nicht so wirklich verstanden hatte.</p>
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		<title>AMOS und der Versicherer</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 06:54:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Augenklappe]]></category>
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		<description><![CDATA[von Sabrina Beenkwillah Die Grundschülerinnen und –schüler waren einfach herzallerliebst. Zwei versuchten, ihn zu kämmen. Eine kleine Rothaarige versuchte, ihm eine Schleife um den linken Huf zu binden und zwei beherzte Lausbuben banden ihm bereits zum dritten Mal die Augenklappe auf die andere Seite. „Nun – nun, nun … nun!“ Ein Mittvierziger in zu engem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre><strong></strong>von Sabrina Beenkwillah</pre>
<p>Die Grundschülerinnen und –schüler waren einfach herzallerliebst. Zwei versuchten, ihn zu kämmen. Eine kleine Rothaarige versuchte, ihm eine Schleife um den linken Huf zu binden und zwei beherzte Lausbuben banden ihm bereits zum dritten Mal die Augenklappe auf die andere Seite.</p>
<p>„Nun – nun, nun … nun!“</p>
<p>Ein Mittvierziger in zu engem Anzug spielte mit dem mitgebrachten Ball.</p>
<p><span id="more-856"></span>“Wer hat behalten, wie die Versicherung heißt, die diesen Ball zur Verlosung spendierte? Ich höre dann mal?“</p>
<p>Eine niedliche Brillenträgerin hob den Finger und vermeldete: „McDonalds?“</p>
<p>Weiter kamen keine Wortmeldungen.</p>
<p>„Ich wiederhole – quasi zum Mitschreiben – noch einmal&#8230;“</p>
<p>„Aber wir können doch noch gar nicht schreiben“, protestierten die beiden Knaben, die gerade neu angesetzt hatten, die Augenklappe auf die andere Seite anzupassen.</p>
<p>Gut … okay! Anders: Was wollt ihr denn mal werden, wenn ihr groß seid? Ich höre?“</p>
<p>„Ganz liebe Piraten!“ tönte es im gemischten Chor und Kanon und schon setzte man quirlig an, Piratenbewegungen nachzuahmen,</p>
<p>„Ja – comprendo – das habe ich registriert, aber dann müssen eure Eltern doch ganz bestimmt eine Haftpflicht-Versicherung abschließen, denke ich mir so&#8230; Nun müsst ihr das auch bitte euren Eltern übermitteln. Augenblick bitte – ich habe rein zufällig Unterlagen für jeden von euch dabei.“</p>
<p>Der Versicherungsmensch bemühte sich um eine integrative Körpersprache, als ein lauter Knall alle aufschrecken ließ.</p>
<p>„&#8230;ich wollte doch nur mal sehen, was der Ball aushält“, jammerte verschüchtert eine kleine Stupsnase und ließ die Schere fallen. „Hast Du vielleicht noch mehrere davon?“</p>
<p>„Ihr gefährlicher kleiner Freund ist hier in der Klasse. Wie ich das so sehe, verstehen die sich gut mit ihm“, Opa Hermann war mit der Rektorin herein gekommen und lachte, als er die Szene sah.</p>
<p>„Die Klasse ist klasse – aber der Lehrer ist ein wenig schräg, wenn es erlaubt ist, das zu sagen.“</p>
<p>„AMOS – das ist kein Lehrer!“ berichtigte die Rektorin. „Es ist ein Versicherungs-Vertreter und ich weiß auch nicht, wie der hier herein kam. Aber nun raus mit ihnen, aber schnell!</p>
<p>Du aber, gefährliches Piratenschaf, kannst uns aber gern wieder besuchen.“</p>
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		<title>AMOS und die Geschäftsidee</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 06:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<description><![CDATA[von Heinz Erdferkel jr. „Gut, kleines gefährliches Piratenschaf. Du sitzt seit Stunden über einem weißen Blatt Papier. Kann es sein, dass Du da eine ganz wichtige Idee ausbrütest?“ Geschmeichelt verdrehte der so Angesprochene das unbedeckte Auge und machte ein Schnütchen, um dann leise und bedächtig zu schildern. „Es ist eine verdammt gute Geschäftsidee. Ich habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Heinz Erdferkel jr.</pre>
<p>„Gut, kleines gefährliches Piratenschaf. Du sitzt seit Stunden über einem weißen Blatt Papier. Kann es sein, dass Du da eine ganz wichtige Idee ausbrütest?“</p>
<p>Geschmeichelt verdrehte der so Angesprochene das unbedeckte Auge und machte ein Schnütchen, um dann leise und bedächtig zu schildern. „Es ist eine verdammt gute Geschäftsidee. Ich habe sie selbst und ganz allein erfunden.“</p>
<p>Opa Hermann setzte sich auf die Küchenbank, rückte die Lesebrille gerade und faltete andächtig die Hände und auch der stolze Erfinder rückte sich in Pose.</p>
<p>„Ich mache eine Robin-Hood-Leasing-Agentur auf – hier in der Stube.“</p>
<p><span id="more-812"></span>Einen Augenblick lang sagte niemand etwas und Opa Hermann musste doch noch einmal die Brille richten. „Ach!“, bemerkte er tief andächtig. „Natürlich. Ich verstehe – leider aber nicht so ganz.“</p>
<p>AMOS ging leicht darüber hinweg. „Sieh mal, die Gemeinden verwalten sich doch gern selbst, beklatschen ihre Taten und lassen sich dabei in der Zeitung abdrucken. Und alle nehmen das als normal hin, weil es immer schon so war. Daneben gibt es aber auch arme Leute, denen es Teils ganz anders und schlimm geht, Kindern und auch Tieren. Hierzu wäre es doch gut, wenn eine Gemeinde einen Robin Hood hätte.</p>
<p>Wenn ich weiter die Geschichte richtig verstanden habe, so machte der das doch auch ehrenamtlich, was die Gemeinden heutzutage besonders suchen&#8230;“</p>
<p>Opa Hermann hatte konzentriert zugehört, wollte seinen kleinen Freund nicht vor den Kopf stoßen. „Aber was willst Du denn dabei verdienen? Oder machst Du das auch ehrenamtlich?“</p>
<p>Breit grinsend nickte das Piratenschaf: „Und die Robin Hoods müssten dann auch eine Augenklappe tragen.“</p>
<p>Der väterliche Freund stand auf, damit AMOS seine Erheiterung nicht mit bekam.</p>
<p>„Verstehe. Logisch. Du&#8230; müssen wir nicht neuen Kakao kaufen? Wir sollten dann doch auch etwas zum Anbieten haben.“</p>
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		<title>Die gute Nacht</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 17:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Mann von der EWE ist da und will die Zähler ablesen. Er trägt eine Perücke und sieht ein wenig aus, wie das gefährliche Piratenschaf. Und aus dem Ruhrgebiet kommt er auch noch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Thea Brechbohnert</pre>
<div id="attachment_624" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.piratenschaf-amos.de/wp-content/uploads/2010/08/stromzaehler.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-624  " title="stromzaehler" src="http://www.piratenschaf-amos.de/wp-content/uploads/2010/08/stromzaehler-150x150.jpg" alt="Bildquelle: aboutpixel.de / Stromzähler © Andreas Morlok" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">alle Jahre wieder...</p></div>
<p>„Nein … das gibt es ja nicht! Sie sind also auch aus dem Ruhrgebiet?“</p>
<p>Der Ableser des Strom- und Gasverbandes nahm seine Löckchenperücke ab, wischte sich über die Glatze und nuggelte zaghaft am spendierten Pilsken.</p>
<p>„So sieht unser AMOS auch aus. Ich meine, wenn sie das Ding auf dem Kopf haben – aber jetzt muss der Schlingel endlich schlafen.“</p>
<p>Opa Hermann wollte gerade noch etwas von der Zeche Prosper Zwei erzählen, als er freundlich, aber direkt unterbrochen wurde.</p>
<p>„Oh – sie haben einen Sohn und der ist wohl noch sehr jung?“</p>
<p><span id="more-526"></span>„Nein – oh nein. Aber so etwas in der Art. Halt ein Ziehkind. Jung? Ja, auch noch jung. Er ist ein gefährliches Piratenschaf und er macht abends immer so einen Aufstand, weil er nicht schlafen will.“</p>
<p>„&#8230; und der schläft bei ihnen?“</p>
<p>„Er wohnt bei mir. Wir zwei haben eine Männer-WG – oder so&#8230; Hören sie? Er schnarcht noch nicht, also lauscht er noch. Wir gehen mal hin.“</p>
<p>Im Türrahmen zuckte der Angestellte des Konzerns zusammen. „Da – der trägt ja sogar eine Augenklappe. Das sieht aber mal gefährlich aus.“</p>
<p>„&#8230; und piratig, aber das hört er auch gern.“</p>
<p>Um seine Verlegenheit zu überspielen schlug der Besuch vor, ein schönes Lied aus dem Pott an zu stimmen, wobei er die zweite Stimme übernehmen wollte.</p>
<p>„Glück auf – Glück auf &#8230; Der Steiger kommt &#8230;“</p>
<p>AMOS schaute unter der Kuscheldecke hervor. „Könnt ihr bitte leise in der Küche weiter singen? Ich will endlich schlafen!&#8221;</p>
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		<title>AMOS und die Mallorca-Frage</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 19:31:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Augenklappe]]></category>
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		<description><![CDATA[Nein, Mallorca liegt nicht direkt neben Norderney. Aber eine Reise haben unsere beiden Protagonisten gewonnen. Eben nach Mallorca. Können gefährliche Piratenschafe eigentlich ins Flugzeug?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi</pre>
<p>„Erinnerst Du Dich noch an die Frage im Preisausschreiben, neben welcher Insel Mallorca liegt?“</p>
<p>„Ja, neben Norderney!“</p>
<p><span id="more-286"></span>„Nicht so ganz. Ich habe dann Ibiza eingetragen und alles abgeschickt. Zu gewinnen gab es ja eine Woche für zwei auf der schönen Ferieninsel.“</p>
<p>„Haben wir etwa gewonnen?“ Ohne die Antwort abzuwarten, tanzte das gefährliche Piratenschaf auf drei Beinchen und die Blumenvase auf dem Tisch wackelte bedenklich. „Hurrah!! Eine Woche Mallorca, egal wo das auch immer ist.“</p>
<p>„Nun,“ Opa Hermann rang nach den passenden Worten. „Es ist schon so, dass wir gewonnen haben. Aber so ins Flugzeug kannst Du nicht. Da gibt es einige größere Probleme.</p>
<p>Also erst musst du zum Amtstierarzt. Dann sitzt du noch lange in Quarantäne. Die musst du dir so wie ein Gefängnis für eigentlich liebe Tiere vorstellen. So wirklich schön für eine Umsonst-Reise von sieben Tagen ist das wirklich nicht!“</p>
<p>Beim Zuhören war AMOS Gesichtchen immer länger geworden und ein paar Tränchen kullerten über die gekräuselte Schafsnase.</p>
<p>„Sag doch gleich: Die haben etwas gegen gefährliche Piratenschafe! Ich will da auch schon gar nicht mehr hin. So!“</p>
<p>Der väterliche Freund legte AMOS die Kuscheldecke über den Rücken und band die Augenklappe auf die andere Seite.</p>
<p>„Sieh mal – wir haben doch nur eine Briefmarke investiert und nicht viel verloren, außer vielleicht einem schönen geplatzten Traum. Aber darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Wir packen unser Zelt auf unseren Fahrradanhänger und fahren ein paar Tage wirklich nach Norderney. Auf der Fähre wird man sicherlich nicht so viele Schwierigkeiten machen.“</p>
<p>„Dann muss ich aber meinen roten Schal mitnehmen“, plapperte der Kleine, der sich offensichtlich wieder beruhigt hatte. „Und ein paar Pilsken für Dich! Und ganz viel Kakao für mich!“</p>
<p>„Ganz viel Pils für mich und etwas Kakao für dich? Nein – das war nur ein Spaß. Ich wollte dich einfach mal auf den Arm nehmen.“</p>
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		<title>AMOS hat Bescherung</title>
		<link>http://www.piratenschaf-amos.de/2009/12/24/amos-hat-bescherung/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 17:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Augenklappe]]></category>
		<category><![CDATA[belämmert]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>

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		<description><![CDATA[AMOS kriegt sein Geschenk. Das schönste Geschenk auf der Welt. Fröhliche Weihnachten!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Mischar Jung</pre>
<p>„Eine neue Augenklappe! Lieber Opa Hermann, das ist ja sooo toll, das Geschenk. Da steht ja sogar was drauf.“</p>
<p>AMOS machte Luftsprünge. Das war wirklich eine tolle und überaus piratige Augenklappe. Peckschwarz war sie und sie hatte ein wirklich gefährlich aussehendes Muster an der Seite. Vorne auf der Klappe waren Buchstaben aufgestickt. Opa Hermann las dem gelockten Vierbeiner langsam jeden Buchstaben vor.</p>
<p>„A – M – O – S steht da drauf. Und zusammen ergibt das Deinen Namen, mein kleiner Freund.“</p>
<p>AMOS kullerten hunderte Freudentränen herunter. So ein schönes Geschenk hatte er noch nie erhalten. Er war das glücklichste Piratenschaf auf der ganzen Welt. Auch das einzige. Aber das wusste er nicht.</p>
<p>„Avalott-Mäh!“ blöckte AMOS, so dass der Ofen schäpperte und der Baum vor Schreck ein paar Nadeln verlor. „Bitte Opa Hermann. Kannst Du mir die neue Augenklappe umbinden? Direkt neben meine alte?“</p>
<p>Opa Hermann stutzte. „Aber mein lieber Pirat, dann kannst Du doch gar nichts mehr sehen.“</p>
<p>„Ach was. Das geht schon. Der blinde Onnen hat auch immer zwei Klappen auf und kommt auch klar.“</p>
<p>Opa Hermann tat nichts lieber, als seinem zotteligen Freund den Gefallen zu tun, war aber schon gespannt, was passieren würde. Kaum hatte AMOS beide Augenklappen auf, rannte er los, ohne nachzudenken. Er war ja auch ein Schaf und daher belämmert. Nur mit Glück konnte der Weihnachtsbaum ausweichen und auch der Igel Jupp konnte sich mit einem beherzten Sprung aus der Affäre ziehen.</p>
<p>Mit einem lauten Jippieh steuerte AMOS auf die Tür zu, nichtsahnend ob ihres geschlossenen Zustandes.</p>
<p>SCHAPENG! Das Piratenschaf sah gar nicht mehr piratig aus, als es gegen die geschlossene Tür schwadronierte und wie ein plumper, nasser Sack auf seinem Hinterteil landete. Weh tat es nicht. Opa Hermann und AMOS lachten herzlich und der Igel Jupp wunderte sich nur und fraß genüsslich weiter.</p>
<p>Fröhliche Weihnachten!</p>
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		<title>Propaganda in Weener &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 19:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Augenklappe]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Häuptling]]></category>
		<category><![CDATA[Keno Borde]]></category>
		<category><![CDATA[Ofen]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Unterems]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlplakate]]></category>
		<category><![CDATA[Weener]]></category>

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		<description><![CDATA[Der rote Mann will in den Bundestag und AMOS sieht auf beiden Augen ganz gut. Trotz schwarzer Augenklappe. Doch wer ist am Ende der Häuptling von Weener? Wir werden sehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Mischar Jung</pre>
<p>„Du, Opa Hermann? Wer ist denn der rote Mann?“</p>
<p>„Welcher rote Mann, AMOS?“ fragte Opa Hermann verwirrt. „Ich seh hier niemanden in rot. Was meinst Du?“</p>
<p>„Na den roten Mann da an der Laterne, an der wir gerade vorbeigefahren sind.“</p>
<p>Opa Hermann dämmerte langsam, was AMOS meinte. An dem fraglichen Mast hing das besagte Wahlplakat der SPD. „Meinst Du den Mann auf dem Wahlplakat?“</p>
<p>„Jo!“, bestätigte AMOS.</p>
<p>„Aber der ist doch nicht rot.“ erwiderte Opa Hermann, doch nach kurzer Überlegung sagte er: „Naja, in gewisser Weise schon. Rot ist die Farbe der SPD. Der junge Mann auf dem Plakat heißt Keno Borde und ist der SPD-Kandidat aus unserem Wahlkreis für die kommende Bundestagswahl. Er ist noch ziemlich jung, unter 30 glaube ich. Daher könnte man meinen, er sei noch nicht ganz rot. Etwas grün vielleicht, zumindest hinter den Ohren.“</p>
<p>Opa Hermann musste kichern und AMOS verstand nicht die Bohne. „Was ist denn ein Bundestag und warum will der den wählen?“</p>
<p>„DER Bundestag.“ antwortete Opa Hermann. „DER. Der Bundestag ist das Parlament der Bundesrepublik Deutschland und ist in Berlin. Dort vertreten etwa 600 Politiker aus allen Wahlkreisen Deutschlands das Volk, z.B. mich. Der Wahlkreis Unterems ist der Wahlkreis für Leer und das nördliche Emsland. Ganz grob gesagt hofft die SPD mit Keno Borde den Wahlkreis zu gewinnen, damit er in den Bundestag einziehen kann. Und um gewählt zu werden, muss er auf sich aufmerksam machen. Daher das Plakat.“</p>
<p>In AMOS belämmerten Schafsköpfchen begann sich alles zu drehen. Das war zu viel auf einmal. Er setzte sich zur Sicherheit hin, falls im schwindelig werden sollte. „Warum will er denn in den Bundestag einziehen? Hatt er denn kein eigenes Zuhause?“ Viele Fragen schossen AMOS durch den Kopf. Aber als verloren gegangenes Piratenschaf erschien ihm diese Frage als wichtigste von allen.</p>
<p>„Wenn er kein Zuhause hat, dann ist er bestimmt ganz arm dran. Du kannst ihm ja eine Ecke in Deiner Kate geben. Direkt neben dem Ofen. Dann muss er im Winter nicht frieren. Dann braucht er auch nicht so weit wegzuziehen. Und vor unserem Ofen kann er genauso gemütlich die Beide hochlegen und sich die Sohlen beheizen lassen. Das ist auch viel schöner als sich den Bundestag mit 600 anderen zu teilen.“ AMOS Herzchen pochte voller Solitarität, obwohl er ja ein gefährliches Piratenschaf und seine Augenklappe schwarz war.</p>
<p>„Gibt es denn im Bundestag überhaupt einen so großen Ofen?“ fragte AMOS.</p>
<p>Opa Hermann stiegen die Tränen in die Augen. AMOS die Regeln und Wirren der deutschen Politik zu erklären, konnte eine Lebensaufgabe werden. Er beschloß, das Thema zur Zufriedenheit seines wuscheligen Seeräubers zu beendet. Er würde ihn ein anderes mal aufklären.</p>
<p>„Nein, AMOS. Im Bundestag gibt es keinen Ofen. Trotzdem kann man dort sehr gut schlafen. Ich habe es mal im Fernsehen gesehen. Aber mach Dir keine Sorgen. Ein Zuhause hat der Keno Borde schon. Sogar eine Freundin. Genau wie Du mit Deiner Linda.“</p>
<p>Schweigen breitete sich im Anhänger aus. Nachdenklich rieb sich AMOS an seiner Augenklappe. Es juckte ein wenig darunter, weil er die Klappe schon eine ganze Weile auf dem rechten Auge trug. Es wurde Zeit, mal wieder das linke zu bedecken. Opa Hermann meinte zwar, dass er heute mit dem linken besser sehen sollte, aber AMOS hatte das Gefühl, dass er auf beiden gleich gut sehen konnte. Manchmal aber fand er es interessant, wie sich die Perspektiven änderten, abhängig vom verdeckten Auge.</p>
<p>„Keno ist aber ein komischer Name. Ich heiße ja AMOS, weil ich AM OStufer der Leda gefunden wurde. Wofür steht denn Keno? Wurde der auch irgendwo gefunden? Vielleicht auf dem Kleinen Eiland NOrderney? Höhöö!“</p>
<p>Der hagere alte Mann musste laut lachen. „Nein AMOS, der Name Keno ist ein alter ostfriesischer Häuptlingsname. Früher, vor etwa 650 Jahren, gab es einen Menschen namens Keno &#8216;der Erste&#8217; tom Brok. Er war der Häuptling des Brookmerlandes. Das ist ungefähr beim heutigen Aurich.</p>
<p>AMOS war beeindruckt.</p>
<p>„Ist der Keno Borde denn der Häuptling von Weener?“ fragte er und Opa Hermann fiel fast vom Fahrrad.</p>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
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		<title>Im Supermarkt</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 11:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[AMOS]]></category>
		<category><![CDATA[Augenklappe]]></category>
		<category><![CDATA[Blaulicht]]></category>
		<category><![CDATA[Einkaufswagen]]></category>
		<category><![CDATA[Fell]]></category>
		<category><![CDATA[Filialleiter]]></category>
		<category><![CDATA[Kassiererin]]></category>
		<category><![CDATA[Ladendiebe]]></category>
		<category><![CDATA[Ostfriese]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenfreunde]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Supermarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Vorschrift]]></category>
		<category><![CDATA[Whiskey]]></category>

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		<description><![CDATA[Was macht ein Schaf im Supermarkt? Doch wohl nichts kaufen? An der Kasse nimmt die Geschichte ihren Anfang und AMOS versteht die Welt nicht mehr. Er ist doch nur ein gefährliches Piratenschaf auf der Suche nach den lieben Piraten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich bin &#8230;“</p>
<p>Die desinteressiert dreinblickende Kassiererin schaute ins leere &#8230;</p>
<p>„Erst den Wagen vor schieben – nach hier!“</p>
<p>AMOS wusste nicht so recht &#8230;</p>
<p>„Den Wagen &#8230; Iss Vorschrift!“</p>
<p>Einen Moment lang sagte keiner etwas.</p>
<p>„W-a-g-e-n, Einkaufswagen &#8230; hierhin. Ich muss da rein gucken!“</p>
<p>„Aber ich habe doch gar keinen Wagen.“</p>
<p>Nun erhob sich die hagere Mittvierzigerin mit dem grauen Perlon-Kittel und blickte über das Laufband. „Und was hast Du nun gekauft?“</p>
<p>AMOS kräuselte die Schafsnase und nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf und wollte nur fragen, ob Du meine lieben Piratenfreunde gesehen hast.“</p>
<p>„Und im Fell? Was hast Du im Fell?“</p>
<p>AMOS verstand nicht, zuckte aber zusammen, als zweimal geklingelt wurde. Schnell eilte ein nicht sehr großer Weißkittel mit einem lang gezogenen <em>Aaach</em> herbei. „Ach, ach, ach &#8230; die neusten Tricks der südosteuropäischen Ladendiebe? Ein Gruß von der EU-Erweiterung? Aber das haben wir doch schnell.“ Zu der Kassiererin gebeugt: „Ist er schon länger hier?“</p>
<p>Ein paar Tränchen konnte AMOS nicht zurück halten. „Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf. Ich suche doch meine lieben Piratenfreunde – und ich bin Ostfriese, glaube ich jedenfalls &#8230;“</p>
<p>„Und was haben wir geklaut? Na, Deine Flucht endet wohl hier und jeder Diebstahl wird zur Anzeige gebracht. Gleich hier oben steht es schon.“</p>
<p>AMOS sackte zusammen und weinte nun bitterlich. „Ich wollte doch nur &#8230;“ blökte er leise.</p>
<p>„Wollen, wollen – so läuft das nicht. Schon in dieser Woche fehlen uns sechs Flaschen von diesem amerikanischen Whiskey.</p>
<p>„Interessant &#8230;“, die Kassiererin hatte ein Schild aufgestellt mit dem Hinweis, dass man sich hier nicht mehr anstellen sollte. „Interessant ist doch, was den Typen heute alles einfällt, Chef. Vielleicht trinkt er keinen Borbon, dann ist er eben Ablenkungsmanöver und die karren die Kisten gleich zu mehreren raus. Soll ich die Polizei anrufen?“</p>
<p>Der Filialleiter rieb sich die Adlernase: “Nach Vorschrift, Frau Hickenga, immer nach Vorschrift – was denn sonst?“</p>
<p>Ein Passat mit Blaulicht hielt direkt vor dem Eingang. Zwei Herren in modischem grün bahnten sich einen Weg durch die entsetzten Hausfrauen. Die Polizeibeamten umringten AMOS mit vorbehaltlich zwei gezückten Handschellen. Der jüngere meinte anmerken zu müssen, dass die dünnen Beinchen da wohl durch flutschten. Diese Peinlichkeit überspielte der ältere: „Und Du trinkst nun gerne teuren Bourbon?“</p>
<p>AMOS verstand auch diesmal wieder nichts.</p>
<p>Zu seinem Kollegen gewandt: „Wie können wir den denn abführen – und wie bekommen wir denn die Personalien heraus?“</p>
<p>AMOS stampfte mit dem Huf und sagte trotzig : „Ich bin AMOS &#8230; und Ostfriese!“</p>
<p>Die beiden Beamten wandten sich ab, tuschelten. Eine fatale Situation. Besteht Gefahr im Verzug von einem Lamm? Die Flucht wurde ja bereits vereitelt. Diebesgut konnte auch nicht sicher gestellt werden. Und nun? Kleine Kinder kreischten, eine ältere Dame wollte ihm über das niedliche Köpfchen streicheln und ihm bei dieser Gelegenheit die Augenklappe wieder richten. Jemand wollte den Lokalreporter anrufen.  Da kam dem Dienstälteren die erleuchtende Idee!</p>
<p>„Wie kommt ein Piratenschaf in Ihren Supermarkt, Herr Filialleiter?  Das ist doch gegen alle Gesetzgebung, muss ich mal feststellen!“</p>
<p>Ertappt errötete der angesprochene, rang nach Luft, wedelte mit den Armen und wandte sich zur Kassiererin, deren siegessichere Miene nun auch verblasste. „Diese Frage gebe ich gleich an Sie, Frau Hickenga, weiter. Das ist so eine unglaubliche Sache, dass es einer Abmahnung würdig ist. Ich schäme mich im Namen des Vorstandes. Stellen Sie sich nur vor, ein Journalist wollte hier etwas kaufen – per Zufall!“</p>
<p>„Na, amerikanischen Whiskey haben wir ja nicht mehr &#8230;“, stotterte die angeraunzte.</p>
<p>„Und Du, mit Deiner Augenklappe, verschwindest auch mal schnell von hier.“</p>
<p>AMOS wollte noch fragen, ob vielleicht die Polizisten, oder jemand der gaffenden Kunden seine lieben Piratenfreunde gefunden hatten. Er tat es nicht und schlich durch den Ausgang, sah sich noch einmal die Einkaufswagen an, die ja so wichtig zu sein schienen. Als er um die Ecke hoppelte, stolperte er fast über einen Karton mit sechs Flaschen amerikanischen Bourbon Whiskey.</p>
<p>Nur schnell weg hier – und außerdem mochte er ja sowieso viel lieber Kakao.</p>
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