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	<title>AMOS, das Piratenschaf &#187; Geschenk</title>
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	<description>Niemals aufgeben - Avalott-Mäh!</description>
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		<title>AMOS und der irrende Pharma-Referent</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 05:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Füller]]></category>
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		<description><![CDATA[von Thea Bretten „Opa Hermann, ich habe mal eine Frage.“ Der alte Bergmann blickte aufmunternd zum gefährlichen Piratenschaf. „Sind Parma-Referenten Vertreter für Schinken?“ „Das mag sein, mein kleiner Held, aber Pharma-Referenten beraten Ärzte über die Details der Medikamente. Aber da habe ich eine schöne Geschichte für Dich. Ach – so lange ist das schon her [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Thea Bretten</pre>
<p>„Opa Hermann, ich habe mal eine Frage.“</p>
<p>Der alte Bergmann blickte aufmunternd zum gefährlichen Piratenschaf.</p>
<p>„Sind Parma-Referenten Vertreter für Schinken?“</p>
<p>„Das mag sein, mein kleiner Held, aber <em>Pharma</em>-Referenten beraten Ärzte über die Details der Medikamente. Aber da habe ich eine schöne Geschichte für Dich.</p>
<p><span id="more-1044"></span>Ach – so lange ist das schon her und es passierte in Neuss am Rhein. Es war Sommer, also Sommer-Loch mit Urlaubszeiten und Ärzte-Engpass. Der Mediziner meines Vertrauens wohnte in einer alten Villa, die er geerbt hatte mit Antiquitäten, die nach dem Krieg billiger waren, als neue Möbel. Sagte er jedenfalls.</p>
<p>Auch er war im Urlaub und hatte eine Vertretung eingestellt. Der Gang, die Treppe, alles war voller ungeduldiger Patienten.</p>
<p>Ein Mann mit Handkoffer und dunklem Anzug schritt nervös hin und her, dauernd auf seine Uhr schauend. Das ist wohl ein Pharma-Referent, dachte ich mir, doch da ging eine Türe auf. Ein Herr um die Fünfzig kam heraus. Sein weißer Kittel hatte noch die frischen Falten des Neu-Kaufs. Die Haare waren frisch geschnitten und das weiße Hemd zierte eine dynamisch-farbige Acryl-Krawatte.</p>
<p>Der Berater erkannte den Arzt sofort und bevor er sich anderen zuwenden konnte, schwatzte er ihn mit den Neuigkeiten über Antibiotika an. Der Mann in Weiß wollte etwas sagen, aber ihm wurde ein teurer Füller in die Kitteltasche gesteckt und ermahnt, die Aussagen der Konkurrenz bitte genau zu analysieren.</p>
<p>Dann kam ein weiterer Mann in weißem Sakko, mit Stethoskop um den Hals, aus einer anderen Türe und fragte, was da denn los sei. Verwirrt drehte sich der Pharma-Vertreter um und dann nahm der gut frisierte Weißkittel die rechte Hand vom Rücken nach vorn, die einen breiten Pinsel hielt. Er war der Anstreichermeister, der in Hochachtung des Renovierungsauftrages sich fein herausgeputzt hatte.</p>
<p>‚Darf ich den Füller behalten?’ fragte er betreten.</p>
<p>‚Ja – und sie&#8230;’, erwiderte der Arzt, den erniedrigten Vertreter anblickend „… kommen bitte kurz in mein Büro!’ und alles lachte. “</p>
<p>AMOS schaute ratlos drein.</p>
<p>„Hast Du denn diese Begebenheit verstanden – also, was da passiert ist?“</p>
<p>„Ehrlich?“, AMOS wurde ganz verlegen. „Also&#8230; nicht so ganz!“</p>
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		<title>AMOS und die Blumen</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 16:21:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheitserinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[baden]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
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		<category><![CDATA[Topfblume]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Winterschlaf]]></category>

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		<description><![CDATA[von Per Inradi „Magst Du eigentlich Blumen?“ Der alte Bergmann sah fragend von seiner Zeitung auf und goss dem gefährlichen Piratenschaf noch einen Kakao ein. „Wie kommst Du denn jetzt da drauf? Nur mal so gefragt?“ AMOS nickte und saugte an dem Strohhalm. „Ja – da hatte ich damals ein niedliches Kindheitserlebnis. Willst Du es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi</pre>
<p>„Magst Du eigentlich Blumen?“</p>
<p>Der alte Bergmann sah fragend von seiner Zeitung auf und goss dem gefährlichen Piratenschaf noch einen Kakao ein.</p>
<p>„Wie kommst Du denn jetzt da drauf? Nur mal so gefragt?“ AMOS nickte und saugte an dem Strohhalm.</p>
<p>„Ja – da hatte ich damals ein niedliches Kindheitserlebnis. Willst Du es hören?“</p>
<p>Der kleine Held nickte.</p>
<p><span id="more-971"></span>„Am Rande des sehr großen Friedhofes war eine Ecke, wo man Kränze entsorgte. Die fand ich so spannend und schlich immer da herum. Einmal – es war in einem sehr milden Winter – erschrak ich, weil sich eine stachelige Blume bewegte. Vorsichtig beobachtete ich sie und trug sie schließlich nach Hause. Auf dem Weg – ein langer Weg für einen Siebenjährigen – musste ich mich dauernd kratzen, denn es sprangen Flöhe von der Pflanze.</p>
<p>Zu Hause angekommen badete ich meinen Fund erst einmal im Waschbecken. Die Flöhe fielen reihenweise von ihm ab und ich seifte alles tüchtig ein, spülte gut nach und trocknete mit einem Handtuch ab, als meine Mutter heim kam. Sie war fürchterlich streng und schimpfte gewaltig, schlug die Hände über den Kopf zusammen.</p>
<p>Und dann guckte auch aus der <em>Blume</em> ein Näschen hervor. Wieder erschrak ich sehr und erfuhr, dass es ein Igel war, der wegen der warmen Temperaturen keinen Winterschlaf fand. Ich brachte ihn schließlich in eine Friedhofsgärtnerei, wo er in den Gewächshäusern Mäuse jagen sollte. Die freuten sich wiederum derart, dass sie mir eine schöne Topfblume schenkten. So kam ich über Umwege doch zu einer schönen Blume.“</p>
<p>AMOS hatte gespannt zugehört.</p>
<p>„Kanntest Du denn keine Igel?“</p>
<p>„Nö – nicht mitten in Düsseldorf. Und Schafe gab es da übrigens auch nicht!“</p>
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		<title>AMOS und das Zehnjährige</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 19:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen eins]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[Lieblingskakao]]></category>
		<category><![CDATA[Radiosender]]></category>
		<category><![CDATA[zehn Jahre]]></category>

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		<description><![CDATA[von Per Inradi „&#8230;ja – und dann denke doch einfach mal mit nach! Irgendwie müssen wir auf Zehn Jahre doch auch reagieren, oder?“ Opa Hermann band AMOS noch einmal die Augenklappe auf die andere Seite, damit er nicht wirklich ein Augenleiden bekam, kraulte ihn rasch hinter dem linken Ohr und ging mit einer Schaufel in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi</pre>
<p>„&#8230;ja – und dann denke doch einfach mal mit nach! Irgendwie müssen wir auf <em>Zehn Jahre</em> doch auch reagieren, oder?“</p>
<p>Opa Hermann band AMOS noch einmal die Augenklappe auf die andere Seite, damit er nicht wirklich ein Augenleiden bekam, kraulte ihn rasch hinter dem linken Ohr und ging mit einer Schaufel in den Garten.</p>
<p>„Nun siehst Du wirklich piratig aus&#8230; und ich muss auch etwas tun. Heute Abend reden wir weiter, okay?“</p>
<p>Na gut.</p>
<p>Wirklich gut?</p>
<p><span id="more-933"></span>Natürlich fühlte er sich durch diese Aufforderung von Opa Hermann geehrt, aber worüber freute sich ein Zehnjähriger? Das gefährliche Piratenschaf lief nun schon eine ganze Weile auf und ab, schaute in den Himmel, sah auf die Felder und auf die Hauptstraße – keine brauchbare Idee wollte ihm einfallen. Je mehr er sich nun anstrengte, gar da hineinsteigerte, um so verzweifelter wurde er und eine Mischung aus Wut und Verzweiflung machte sich breit.</p>
<p>Nachbarshund Bello, den er auch befragte, grinste nur breit und nuschelte etwas unter seinem Maulkorb, was den kleinen Helden nun auch nicht sonderlich weiter brachte. Mit gesenktem Kopf und ohne wirklich die kleinste brauchbare Idee, kam er gegen Abend gebückt nach Hause.</p>
<p>„Ich weiß doch noch nicht mal, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist, wem wir da gratulieren wollen?“, presste er heraus.</p>
<p>Der alte Bergmann legte betroffen die Tageszeitung auf die Seite und guckte teilnahmsvoll über die Lesebrille. „Och – das tut mir leid und ärgern wollte ich Dich bestimmt nicht! Ich dachte doch, Du hättest mit bekommen, dass unser Lieblings-Radiosender <em>Bremen eins </em>in diesen Tagen sein zehnjähriges Bestehen feiert?“</p>
<p>Die kleine Schafsnase schob sich unter der Kuscheldecke hervor und ein Strahlen huschte über sein Gesichtchen, als er mit wiedergewonnener ernster Mine, jedoch noch leicht erregt, verkündete:</p>
<p>„Vielleicht freuen die sich über eine Packung von meinem Lieblings-Kakao?“</p>
<p>„Bestimmt AMOS! Ich wusste doch, dass ich den richtigen gefragt habe. So machen wir das!“</p>
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		<title>AMOS hat Bescherung</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 17:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Augenklappe]]></category>
		<category><![CDATA[belämmert]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>

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		<description><![CDATA[AMOS kriegt sein Geschenk. Das schönste Geschenk auf der Welt. Fröhliche Weihnachten!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Mischar Jung</pre>
<p>„Eine neue Augenklappe! Lieber Opa Hermann, das ist ja sooo toll, das Geschenk. Da steht ja sogar was drauf.“</p>
<p>AMOS machte Luftsprünge. Das war wirklich eine tolle und überaus piratige Augenklappe. Peckschwarz war sie und sie hatte ein wirklich gefährlich aussehendes Muster an der Seite. Vorne auf der Klappe waren Buchstaben aufgestickt. Opa Hermann las dem gelockten Vierbeiner langsam jeden Buchstaben vor.</p>
<p>„A – M – O – S steht da drauf. Und zusammen ergibt das Deinen Namen, mein kleiner Freund.“</p>
<p>AMOS kullerten hunderte Freudentränen herunter. So ein schönes Geschenk hatte er noch nie erhalten. Er war das glücklichste Piratenschaf auf der ganzen Welt. Auch das einzige. Aber das wusste er nicht.</p>
<p>„Avalott-Mäh!“ blöckte AMOS, so dass der Ofen schäpperte und der Baum vor Schreck ein paar Nadeln verlor. „Bitte Opa Hermann. Kannst Du mir die neue Augenklappe umbinden? Direkt neben meine alte?“</p>
<p>Opa Hermann stutzte. „Aber mein lieber Pirat, dann kannst Du doch gar nichts mehr sehen.“</p>
<p>„Ach was. Das geht schon. Der blinde Onnen hat auch immer zwei Klappen auf und kommt auch klar.“</p>
<p>Opa Hermann tat nichts lieber, als seinem zotteligen Freund den Gefallen zu tun, war aber schon gespannt, was passieren würde. Kaum hatte AMOS beide Augenklappen auf, rannte er los, ohne nachzudenken. Er war ja auch ein Schaf und daher belämmert. Nur mit Glück konnte der Weihnachtsbaum ausweichen und auch der Igel Jupp konnte sich mit einem beherzten Sprung aus der Affäre ziehen.</p>
<p>Mit einem lauten Jippieh steuerte AMOS auf die Tür zu, nichtsahnend ob ihres geschlossenen Zustandes.</p>
<p>SCHAPENG! Das Piratenschaf sah gar nicht mehr piratig aus, als es gegen die geschlossene Tür schwadronierte und wie ein plumper, nasser Sack auf seinem Hinterteil landete. Weh tat es nicht. Opa Hermann und AMOS lachten herzlich und der Igel Jupp wunderte sich nur und fraß genüsslich weiter.</p>
<p>Fröhliche Weihnachten!</p>
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		<title>AMOS kann es nicht erwarten</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 10:55:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bescherung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Heiligabend]]></category>
		<category><![CDATA[Überraschung]]></category>
		<category><![CDATA[warten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Heiligabend. Noch 6 Stunden bis zur Bescherung und AMOS kriegt die Krise. Opa Hermann tut so geheimnisvoll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Mischar Jung</p>
<p>„Opa Hermann?“</p>
<p>Der alte Mann zuckte erschrocken zusammen, als AMOS plötzlich hinter ihm stand. Er war gerade dabei, ein Weihnachtsgeschenk für seinen zotteligen Piratenfreund zu verpacken und fühlte sich ertappt. Es sollte doch eine Überraschung werden.</p>
<p>„AMOS, Du hast mich erschreckt. Was willst Du jetzt hier? Geh wieder raus. Ich muss noch was verpacken.“</p>
<p>AMOS senkte sein Köpfchen und neigte es traurig ein weing zur Seite, so dass man nicht sehen konnte, wie sich einige Kullertränen in seinen schwarzen Augen bildeten. Er zog eine Schnute.</p>
<p>„Aber mir ist doch kalt Opa Hermann. Ich will doch nur ein wenig vor dem Ofen sitzen und mir die Füße wärmen. Der Igel Jupp sitzt ja auch da und pennt, weil er sich mal wieder den Wanst vollgeschlagen hat.“ AMOS fing ein wenig an zu schluchzen und nach Luft zu jappsen.</p>
<p>„Mein lieber kleiner Pirat. Nur fünf Minuten. Ich will Dir ja nicht die Vorfreude auf Dein Weihnachtsgeschenk nehmen. Ich will das gerade verpacken und Du sollst nicht sehen, was es ist. Also weine nicht und geh noch mal kurz raus. Ich rufe Dich, wenn ich fertig bin.“ Opa Hermann strich ihm liebevoll über das Köpfchen, trocknete ihm die Tränchen und setzte die Augenklappe zur Abwechslung auf das andere Auge.</p>
<p>Ein Glänzen schoss in die Augen des gefährlichen Piratenschafs und es hüpfte wieder vergnügt auf allen vieren durch den Raum und zur Tür hinaus. „Opa Hermann schenkt mir was zu Weihnachten! Opa Hermann schenkt mir was zu Weihnachten! Juppdiduppdidu!“</p>
<p>Der alte Mann schüttelte verwundert den Kopf über die Tatsache, wie schnell die Stimmung bei Piratenschafen umschwingen kann und fuhr fort, das Weihnachtsgeschenk für seinen treuen Wegbegleiter zu verpacken. AMOS wird sich sicher darüber freuen, wie ein Schneekönig, dachte er sich.</p>
<p>Zwei Minuten später war das Geschenk verpackt und er rief nach AMOS, er könne wieder herein kommen.</p>
<p>„Was krieg ich denn? Was krieg ich denn? Bitte bitte sag’s mir doch!“ AMOS tippelte aufgeregt auf allen vieren.</p>
<p>„Geduld ist eine Tugend, mein kleiner Pirat. Geduld ist eine Tugend. Ein paar Stunden musst Du noch warten. Um 18.00 Uhr gehen wir beide ein wenig spazieren und schauen in die Fenster der Nachbarn, wie sich ihre Kinder über den geschmückten Weihnachtsbaum und die Geschenke freuen. Dann gehen wir wieder heim und schauen nach, was so alles unter dem Baum liegt, den Du so schön geschmückt hast.“</p>
<p>AMOS seufzte und ein aufgeregtes Schlottern durchfuhr ihn. Sechs Stunden noch warten. Wie sollte er das nur schaffen. Opa Hermann stellte ihm noch eine heiße Schale Kakao hin, die AMOS ruckzuck leerte. Kurz danach übermannte ihn eine heftige Mittagslethargie. Er legte sich zum Igel Jupp neben den Ofen. Beide pennten eine Weile und träumten eine Weile von Engel und Weihnachtsmännern.</p>
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		<item>
		<title>AMOS und Erinnerungen an Gert Haucke</title>
		<link>http://www.piratenschaf-amos.de/2009/11/22/amos-und-erinnerungen-an-gert-haucke/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 09:44:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gert Haucke]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Krawatten]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>

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		<description><![CDATA[Krawatten, des einen Freud, der meisten Leid. Geschenkt, getragen und doch nicht zufriedenstellend. Einer Mutter kann man es eben oft nicht Recht machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Inge Dietrich</pre>
<p>„Opa Hermann, erzähle mir bitte eine Geschichte.“</p>
<p>Der väterliche Freund hockte sich neben dem zusammen gekuschelten Piratenschaf und kraulte es im Nacken, woraufhin es genussvoll die Augen schloss.</p>
<p>„Die Inge kannte doch den Gert Haucke sehr gut, der dich übrigens auch sehr gern mochte, nun aber leider im Himmel lebt. Ihr erzählte er einmal folgende Geschichte:</p>
<p>Auf der Bühne und im Fernsehen musste er ab und an Anzüge und eine Krawatte tragen, was er als privater Mensch hasste. Dementsprechend sah er eben im Freizeitbereich ganz anders aus, so dass man ihn oft nicht erkannte, was sicher auch eine Absicht war.</p>
<p>Irgendwann beschloss seine Mutter, die auch nicht unbedingt arm gewesen sein musste, ihm zu Weihnachten eine Krawatte zu schenken – ungeachtet, ob er das auch so wünschte. Sie ging also in einen Herren-Ausstatter und sah sich die Kollektion an, die pro Stück achtzig D-Mark kosteten und erschrak sichtlich. &#8216;Sie brauchen ja nicht kaufen, gnädige Frau,&#8217; bemerkte der smarte Verkäufer. &#8216;Nein – ich will ja, nur kann ich mich nicht zwischen den beiden entscheiden&#8217;</p>
<p>Im Endeffekt kaufte sie beide, legte aber unter zumindest gespielten großen Schmerzen jede Mark einzeln neben die Kasse.</p>
<p>Gert Haucke hatte nun die Aufgabe, sich zu freuen und als er und seine Frau zu Weihnachten eingeladen wurden, überwand er sich und trug eine der zwei, was die Mutter auch sofort registrierte.</p>
<p>Freudig begrüßte sie mit den Worten: &#8216;Ach – die andere Krawatte mochtest du wohl nicht?!&#8217;&#8221;</p>
<p>Opa Hermann musste selbst lachen, aber dieses leise, denn AMOS, den Gert Haucke wirklich gern gemocht hatte, schlummerte mit gleichmäßiger Atmung.</p>
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