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	<title>AMOS, das Piratenschaf &#187; Kinderbande</title>
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	<description>Niemals aufgeben - Avalott-Mäh!</description>
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		<title>AMOS und Opa Hermanns Kindheitserinnerungen &#8211; Teil I</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 21:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kindheitserinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Äther]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbande]]></category>
		<category><![CDATA[Opa Hermann]]></category>
		<category><![CDATA[tote Kameraden]]></category>
		<category><![CDATA[Totenkopf]]></category>
		<category><![CDATA[Verbandskasten]]></category>

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		<description><![CDATA[Opa Hermann war früher in einer Kinderbande und erzählt AMOS von einem Abenteuer. Tote gabs auch. Oder so ähnlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi</pre>
<p>„Opa Hermann?“ Das gefährliche Piratenschaf sah fragend über seinen Kakaobecher. „Opa Herrmann, warst du früher auch mal Kind?“</p>
<p>Lachend setzte dieser die Lesebrille ab. „Aber sicher doch – und auch so etwas ähnliches wie ein Pirat und dabei enorm gefährlich.“</p>
<p>AMOS nahm eine ganz konzentrierte Haltung an. „Erzähl doch bitte.“</p>
<p>Opa Hermann lehnte sich zurück und streichelte ihn übers Köpfchen.</p>
<p>„Wir hatte damals eine Kinderbande und regierten in einem verwilderten Park. Bewaffnet waren wir mit Holunderstöcken und alles war auch sonst richtig organisiert. Ich durfte sogar Chef sein und einmal bekam ich die traurige Nachricht, dass zwei unserer Späher urplötzlich gestorben seien, nachdem sie eine Schatztruhe gefunden hatten. Sofort rannten wir hin und da lagen sie neben einer grauen Kiste. Zwischen ihnen lag eine Flasche mit der Prägung eines Totenkopfes und zweier gekreuzter Knochen.</p>
<p>Alle zusammen trugen wir unsere toten Helden in Richtung der Wohnhäuser und immer mehr Kinder schlossen sich an. Spaziergänger informierten wir kurz, die sich dann auch der Prozession anschlossen. Weil es damals noch keine Fernseher gab, schauten viele Leute im Unterhemd und auf einem Sofakissen den ganzen Tag aus dem Fenster.</p>
<p><em>Was ist passiert? Die sind leider tot.</em></p>
<p>Dann rannte die Mutter des einen zu uns, riss die Küchenschürze ab und stürzte sich auf den leblosen Körper ihres kleinen Sohnes.</p>
<p>Plötzlich fingen beide Gefallenen an zu würgen und begannen sich zu übergeben. Ein Aufschrei ging durch die Menge, als sie ins Leben zurück kehrten. Zusammen mit dem Polizisten des Viertels und einigen Erwachsenen gingen wir noch einmal zur Fundstelle des Schatzes und die Erwachsenen lachten.</p>
<p>Natürlich hatten wir alle in der Radio-Kinderfunksendung Stevensons Schatzinsel gehört, aber die Flasche mit dem Totenkopf, die ganze Kiste hatte eine ganz andere Erklärung. Es war ein großer Verbandskasten aus dem Krieg und als die Kollegen an dem vermeintlichen Rum rochen, hatten sie einen tiefen Zug Äther eingeatmet.“</p>
<p>AMOS verstand nicht, hatte aber schon Tränchen der Rührung in den Augen.</p>
<p>Opa Hermann legte seinen Arm um ihn und erläuterte: „Also, wenn damals jemand so krank war, dass er operiert werden musste, also ganz ganz krank war“</p>
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		<title>AMOS im Krimiland &#8211; Teil 2</title>
		<link>http://www.piratenschaf-amos.de/2009/10/11/amos-im-krimiland-teil-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 11:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimiland]]></category>
		<category><![CDATA[Juno-Zigaretten]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbande]]></category>
		<category><![CDATA[Maria-Theresia-Taler]]></category>
		<category><![CDATA[Zigarettenautomat]]></category>

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		<description><![CDATA[Der zweite Teil auf AMOS Reise, ein berühmter Krimi-Autor zu werden. Eine kurze Geschichte über Gelegenheiten, wie wir sie schon alle irgendwie mal erlebt haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Carla van Beeken</pre>
<p>„AMOS – höre doch mal.“ Der kleine Möchtegern-Pirat hatte sich gerade in Ruhe die Bilder und Fotos in der Tageszeitung angeschaut. „Du willst doch Krimis schreiben – oder ist das etwa nicht mehr aktuell?“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf bemühte sich, schnell und kräftig zu nicken, so dass seine Augenklappe verrutschte. Ganz lieb und behutsam band Opa Hermann ihm diese auf das andere – und ebenfalls gesunde Auge, streichelte ihn den ganzen Rücken entlang.</p>
<p>„Du suchst doch Themen für deine Krimis, denke ich mal?“</p>
<p>Natürlich suchte er und dann setzte sich Opa Hermann aufrecht hin und begann mit langsamer Stimme zu erzählen.</p>
<p>„Es war in den fünfziger Jahren und ich war noch nicht sehr groß. Für einen Mann, der auf der ersten Etage in dem Haus wohnte, wo wir unten zwei Zimmer bezogen hatten, durfte ich ab und an Zigaretten in diesen neuen Automaten ziehen. Er wollte immer nur die Marke Juno und die gab es für zwei Mark. Brachte ich ihm die, so bekam ich immer zehn Pfennig, die ich sorgfältig sparte. Auch diesmal wollte ich Juno ziehen und kam gerade an den Münzeinwurf rann. Das Geldstück plumpste durch und – nichts passierte. Ich rüttelte immer verzweifelter und zog, was meine Kräfte her gaben. Nichts! Das Geld war weg. Was sollte ich machen? Zuerst hockte ich mich weinend hin und dann holte ich meine Freunde aus der Kinder-Bande, die mindestens genau so gefährlich war, wie du heute bist. Du musst nämlich wissen, dass damals die Kinder nicht gerade auf Händen getragen wurden und deswegen fest zusammen hielten. Sie kamen schnell und zu viert traten und schubsten wir den Automaten. Dann, durch ein Wunder, löste sich etwas. Ich konnte die kleine Juno-Packung heraus ziehen und das eingeworfene Geldstück fiel heraus. Aber nicht nur das, sondern – wie mir viele Jahre später erst bewusst wurde – auch ein Original Maria-Theresia-Taler. Über die gewonnenen zwei Mark freuten wir uns abgöttisch.“</p>
<p>„Und die Münze?“ fragte AMOS gang aufgeregt.</p>
<p>„Na, wir machten uns auf den weiten Fußmarsch in die Stadtmitte und verkauften sie an einen Briefmarken- und Münzenhändler, der uns glatte vier Mark dafür gab, die wir auch gerecht teilten.“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf hatte mit gespitzten Schaf-Ohren gelauscht, reckte sich und rümpfte nun skeptisch die Schafsnase. „und wo – bitteschön – ist nun die Krimi-Handlung?!“</p>
<p>Opa Hermann goss ihm noch einen Kakao in sein Schälchen.</p>
<p>“Mehrfach, lieber AMOS. Die Buben waren nicht ehrlich, denn ihnen gehörte eigentlich nichts – außer zehn Pfennig. Die zwei Mark gehörten auch jemand anderem. Und dann der Gipfel. So ein echter Maria-Theresia-Taler aus Österreich war auch damals schon viel mehr wert als vier Mark.“</p>
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