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	<title>AMOS, das Piratenschaf &#187; Politiker</title>
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	<description>Niemals aufgeben - Avalott-Mäh!</description>
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		<title>AMOS und die journalistische Ethik</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 05:50:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Belämmerung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Holzbein]]></category>
		<category><![CDATA[Interessen]]></category>
		<category><![CDATA[journalistische Ethik]]></category>
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		<category><![CDATA[Lokalzeitung]]></category>
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		<category><![CDATA[Schützenverein]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Piratenschaf versucht auf seine eigene Weise, der lokalen Presse auf die Sprünge zu helfen. Natürlich hat er mal wieder alles falsch verstanden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Margarete Bülzinger-Fenglow</pre>
<p>„Nein, die journalistische Ethik ist nichts zum Essen. Darunter versteht man, dass man die Pressefreiheit so einsetzen soll, dass sie nicht Mittel zum Zweck für einseitige Interessen wird.“</p>
<p>Opa Hermann nickte beeindruckt der Redakteurin der Lokalzeitung zu, die es nun vorzog, die Kraft des Schweigens dramaturgisch wirken zu lassen. Das gefährliche Piratenschaf indes hatte nichts verstanden und schaute aus dem Fenster, ob da nicht jemand bekanntes vorbei kam.</p>
<p><span id="more-473"></span>„Und wie kommt dieses Tierchen dazu, uns einen Hinweis zu einem Skandal-Artikel zu geben? Hier, sehen die Headline:</p>
<blockquote><p>Gefährliches Piratenschaf beißt ahnungslosen Politiker ins Holzbein?</p></blockquote>
<p>Ihr beide werdet doch auch so bekannt, ohne dass ihr diese Tricks anwenden müsst. Und nun möchte ich in Ruhe meiner Arbeit nachgehen, denn der Schützenverein hat schließlich bald Jubiläum.“</p>
<p>Draußen auf dem Fahrradanhänger schubste AMOS sanft seinen väterlichen Freund.</p>
<p>„Opa Hermann, du hast doch selbst oft gesagt, dass die von der Zeitung oft nicht wissen, was sie schreiben sollen. Dann hatte ich einfach diese Idee. Dabei habe ich es auch genau gesehen. Die Frau war sehr streng und schimpfte, aber du hast heimlich gegrinst.“</p>
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		<title>Propaganda in Weener &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 19:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Augenklappe]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Häuptling]]></category>
		<category><![CDATA[Keno Borde]]></category>
		<category><![CDATA[Ofen]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlkreis]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlplakate]]></category>
		<category><![CDATA[Weener]]></category>

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		<description><![CDATA[Der rote Mann will in den Bundestag und AMOS sieht auf beiden Augen ganz gut. Trotz schwarzer Augenklappe. Doch wer ist am Ende der Häuptling von Weener? Wir werden sehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Mischar Jung</pre>
<p>„Du, Opa Hermann? Wer ist denn der rote Mann?“</p>
<p>„Welcher rote Mann, AMOS?“ fragte Opa Hermann verwirrt. „Ich seh hier niemanden in rot. Was meinst Du?“</p>
<p>„Na den roten Mann da an der Laterne, an der wir gerade vorbeigefahren sind.“</p>
<p>Opa Hermann dämmerte langsam, was AMOS meinte. An dem fraglichen Mast hing das besagte Wahlplakat der SPD. „Meinst Du den Mann auf dem Wahlplakat?“</p>
<p>„Jo!“, bestätigte AMOS.</p>
<p>„Aber der ist doch nicht rot.“ erwiderte Opa Hermann, doch nach kurzer Überlegung sagte er: „Naja, in gewisser Weise schon. Rot ist die Farbe der SPD. Der junge Mann auf dem Plakat heißt Keno Borde und ist der SPD-Kandidat aus unserem Wahlkreis für die kommende Bundestagswahl. Er ist noch ziemlich jung, unter 30 glaube ich. Daher könnte man meinen, er sei noch nicht ganz rot. Etwas grün vielleicht, zumindest hinter den Ohren.“</p>
<p>Opa Hermann musste kichern und AMOS verstand nicht die Bohne. „Was ist denn ein Bundestag und warum will der den wählen?“</p>
<p>„DER Bundestag.“ antwortete Opa Hermann. „DER. Der Bundestag ist das Parlament der Bundesrepublik Deutschland und ist in Berlin. Dort vertreten etwa 600 Politiker aus allen Wahlkreisen Deutschlands das Volk, z.B. mich. Der Wahlkreis Unterems ist der Wahlkreis für Leer und das nördliche Emsland. Ganz grob gesagt hofft die SPD mit Keno Borde den Wahlkreis zu gewinnen, damit er in den Bundestag einziehen kann. Und um gewählt zu werden, muss er auf sich aufmerksam machen. Daher das Plakat.“</p>
<p>In AMOS belämmerten Schafsköpfchen begann sich alles zu drehen. Das war zu viel auf einmal. Er setzte sich zur Sicherheit hin, falls im schwindelig werden sollte. „Warum will er denn in den Bundestag einziehen? Hatt er denn kein eigenes Zuhause?“ Viele Fragen schossen AMOS durch den Kopf. Aber als verloren gegangenes Piratenschaf erschien ihm diese Frage als wichtigste von allen.</p>
<p>„Wenn er kein Zuhause hat, dann ist er bestimmt ganz arm dran. Du kannst ihm ja eine Ecke in Deiner Kate geben. Direkt neben dem Ofen. Dann muss er im Winter nicht frieren. Dann braucht er auch nicht so weit wegzuziehen. Und vor unserem Ofen kann er genauso gemütlich die Beide hochlegen und sich die Sohlen beheizen lassen. Das ist auch viel schöner als sich den Bundestag mit 600 anderen zu teilen.“ AMOS Herzchen pochte voller Solitarität, obwohl er ja ein gefährliches Piratenschaf und seine Augenklappe schwarz war.</p>
<p>„Gibt es denn im Bundestag überhaupt einen so großen Ofen?“ fragte AMOS.</p>
<p>Opa Hermann stiegen die Tränen in die Augen. AMOS die Regeln und Wirren der deutschen Politik zu erklären, konnte eine Lebensaufgabe werden. Er beschloß, das Thema zur Zufriedenheit seines wuscheligen Seeräubers zu beendet. Er würde ihn ein anderes mal aufklären.</p>
<p>„Nein, AMOS. Im Bundestag gibt es keinen Ofen. Trotzdem kann man dort sehr gut schlafen. Ich habe es mal im Fernsehen gesehen. Aber mach Dir keine Sorgen. Ein Zuhause hat der Keno Borde schon. Sogar eine Freundin. Genau wie Du mit Deiner Linda.“</p>
<p>Schweigen breitete sich im Anhänger aus. Nachdenklich rieb sich AMOS an seiner Augenklappe. Es juckte ein wenig darunter, weil er die Klappe schon eine ganze Weile auf dem rechten Auge trug. Es wurde Zeit, mal wieder das linke zu bedecken. Opa Hermann meinte zwar, dass er heute mit dem linken besser sehen sollte, aber AMOS hatte das Gefühl, dass er auf beiden gleich gut sehen konnte. Manchmal aber fand er es interessant, wie sich die Perspektiven änderten, abhängig vom verdeckten Auge.</p>
<p>„Keno ist aber ein komischer Name. Ich heiße ja AMOS, weil ich AM OStufer der Leda gefunden wurde. Wofür steht denn Keno? Wurde der auch irgendwo gefunden? Vielleicht auf dem Kleinen Eiland NOrderney? Höhöö!“</p>
<p>Der hagere alte Mann musste laut lachen. „Nein AMOS, der Name Keno ist ein alter ostfriesischer Häuptlingsname. Früher, vor etwa 650 Jahren, gab es einen Menschen namens Keno &#8216;der Erste&#8217; tom Brok. Er war der Häuptling des Brookmerlandes. Das ist ungefähr beim heutigen Aurich.</p>
<p>AMOS war beeindruckt.</p>
<p>„Ist der Keno Borde denn der Häuptling von Weener?“ fragte er und Opa Hermann fiel fast vom Fahrrad.</p>
<p>Fortsetzung folgt.</p>
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		<item>
		<title>Vor der Wahl</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 19:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[AMOS]]></category>
		<category><![CDATA[Belämmerung]]></category>
		<category><![CDATA[Opa Hermann]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
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		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wahlplakate hängen wieder und AMOS macht sich so seine Gedanken darüber.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Heinz Erdferkel</pre>
<p>„Opa Hermann, gibt es bald wieder Wahlen? Ich habe überall die Plakate gesehen.“</p>
<p>„Ja.“</p>
<p>„Und darf ich auch wählen?“</p>
<p>Opa Hermann streichelte das gefährliche Piratenschaf auf den Kopf und band ihm seine Klappe auf das andere Auge. „Sieh mal&#8230;&#8221;, er räusperte sich und startete neu.</p>
<p>„Schau mal, das ist so: Die Schafe haben nun mal den Ruf, etwas genetisch belämmert zu sein. Und die Menschen sind da vorsichtig, weil sie auf gewisse Wähler-Merkmale abzielen.“</p>
<p>AMOS verstand nichts. „Ja dürfen Löwen denn dann wählen?“</p>
<p>Opa Hermann sah ihn an. „Nein – die nicht und auch keine anderen Tiere, wie Affen und Schnecken&#8230;“</p>
<p>„Aber wieso hängen denn da so viele Plakate mit lächelnden Menschen-Köpfen? Es gibt doch Teils viel schönere Tiergesichter.“</p>
<p>Opa Hermann grinste und hüstelte etwas. „Versteh das doch mal. Die Politiker wollen halt nichts riskieren. Daher verändern sie vorbehaltlich nichts. Und heraus kommt&#8230;“</p>
<p>AMOS unterbrach ihn mit hoch rotem Kopf.</p>
<p>„Belämmerung?“</p>
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