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	<title>AMOS, das Piratenschaf &#187; Polizei</title>
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	<description>Niemals aufgeben - Avalott-Mäh!</description>
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		<title>AMOS und der Zugriff</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 08:59:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Curd E. Süllekens „Hey – Stopp mal… Bleib stehen!“ Geschockt hielt das gefährliche Piratenschaf inne. Was war passiert? Oder anders herum… Was hatte er übersehen? „Moment mal“, murmelte Opa Hermann „ … das ist doch der Sohn der alten Bäuerin neben seinem geerbten Traktor. Alles fotografieren zwei Polizisten. Da – schau nur mal. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Curd E. Süllekens</pre>
<p>„Hey – Stopp mal… Bleib stehen!“</p>
<p>Geschockt hielt das gefährliche Piratenschaf inne. Was war passiert? Oder anders herum… Was hatte er übersehen?</p>
<p>„Moment mal“, murmelte Opa Hermann „ … das ist doch der Sohn der alten Bäuerin neben seinem geerbten Traktor. Alles fotografieren zwei Polizisten. Da – schau nur mal. Die haben ihn ganz schön in der Mangel!“</p>
<p>AMOS blickte kritisch suchend in die falsche Richtung.</p>
<p>„Was sehe ich? Heckler und Koch griffbereit? Sicher Gefahr im Anzug. Bleib bloß hier stehen!“</p>
<p><span id="more-979"></span>Dann erkannte AMOS die abenteuerliche Szene, wie die Ordnungshüter um den betagten Traktor schlichen und dass der Junior-Bauer gar keinen Anzug trug.</p>
<p>„Heckler und Koch? So heißen die beiden Bamten? Kennst Du die Polizisten beim Namen?“</p>
<p>Diese sicher klug gemeinte Bemerkung wurde jäh von der alten Bäuerin unterbrochen, die sich leise mit ihrem Rollator genähert hatte. „Es sollen ein paar Tropfen Öl auslaufen. Gleich wollte er auch der Nachbarin mit dem Anhänger helfen… Sicher erst einmal Ordnungsgeld, dann TÜV. Mein verstorbener Mann wollte den Buben in die Verwaltung stecken, doch der wollte unbedingt Landwirt werden.“</p>
<p>„AMOS, die Herstellerfirma der Pistole heißt Heckler &amp; Koch und die fotografieren gerade – berechtigterweise – die Tropfen Öl. Dem Bauern haben sie somit ans Gesäß gegriffen! Jemand verwaltet – und andere zahlen dafür ein! So ist halt das heutige mega-verwaltete Leben.</p>
<p>Wenn bei uns nun eine Mafia-Gang einbricht, dann schreiben sie vielleicht gerade diesen Bericht und sind im Einsatz verzögert?“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf schaute ratlos belämmert drein.</p>
<p>„Okay, ein Scherz AMOS. Vergiss das, was ich eben sagte. Der Bauer lebt ja noch. Er muss halt nur bezahlen!“</p>
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		<title>AMOS und der asthmatische Räuber</title>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 17:47:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<description><![CDATA[von Rosa Blinkader „&#8230; und dann schleicht sie sich entweder früh morgens oder kurz vor Ladenschluss in den Supermarkt. Kapuze, große Sonnenbrillle&#8230; alles sehr mysteriös. Hast Du diese Frau auch schon mal gesehen?“ „Ja – und ich kenne auch den Grund!“ AMOS sah seinen väterlichen Freund erstaunt an. „Es war im letzten Frühjahr, als erst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Rosa Blinkader</pre>
<p>„&#8230; und dann schleicht sie sich entweder früh morgens oder kurz vor Ladenschluss in den Supermarkt. Kapuze, große Sonnenbrillle&#8230; alles sehr mysteriös. Hast Du diese Frau auch schon mal gesehen?“</p>
<p>„Ja – und ich kenne auch den Grund!“</p>
<p>AMOS sah seinen väterlichen Freund erstaunt an.</p>
<p>„Es war im letzten Frühjahr, als erst bei der freiwilligen Feuerwehr, dann bei der Polizei ein verzweifelter Hilferuf ein. Eine total eingeschüchterte Dame bangte um ihr Leben und alles raste natürlich zur genannten Adresse, um bloß nicht zu spät zu kommen und natürlich Leben zu retten.</p>
<p>Man fragte natürlich auch, was denn los sei, aber die Anruferin stammelte nur, dass sich wohl vom Garten her ein vermutlich gewalttätiger asthmatischer Räuber nähere.</p>
<p><span id="more-958"></span>Bei dieser Aussage war natürlich doppelte Eile geboten und gleich drei Streifenwagen setzten sich aus drei Richtungen in Bewegung, nicht ahnend, dass auch die Feuerwehr ihre Mitglieder aus den Betten geholt hatte. Dieser Aufwand hatte natürlich auch den Journalisten der Zeitung aufgeschreckt, der zu seiner Kamera griff und den Blaulichtern schleunigst folgte.</p>
<p>Am Ort des Notrufes rollten die Feuerwehrleute schon einmal schnell die Schläuche aus, fanden aber weder Rauch, noch so etwas wie Feuer. Die Polizisten umstellten das verdächtige Gelände mit gezogenen und entsicherten Pistolen und kreisten den Täter ein – dicht gefolgt vom Zeitungsmann.</p>
<p>Dann sahen sie alle auf einmal, was denn diesen Großalarm ausgelöst hatte. Verschüchtert versuchte ein Igelpärchen zu fliehen, was zuvor heftig&#8230; nun, Körperkontakt, Du verstehst, AMOS?“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf sah den alten Bergmann mit dem unbedeckten Auge fragend an, denn es verstand wirklich nicht.</p>
<p>„Sie haben&#8230; sie wollten wohl heiraten, verstehst Du jetzt?“</p>
<p>Nun nickte der kleine Held grinsend.</p>
<p>„Deshalb schämte sich diese Dame, dass sie so einen Aufwand angezettelt hatte.“</p>
<p>„Ach – sie schämt sich immer noch, weil die zwei bei ihr im Garten bumsten? Dann kann sie doch im Supermarkt sagen, wenn man sie fragt, dass die beiden danach wohl doch geheiratet haben!“</p>
<p>Nun verstand Opa Hermann nicht ganz&#8230;</p>
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		<title>AMOS und die Rauchwaren</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 05:56:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Heinz Erdferkel jr. „Es ist immer nun mal so im Geschäftsleben. Mal ist man oben und dann bricht wohlmöglich alles zusammen. Also der Bekannte von mir war auf seine Art immer sehr nett, verdiente sein Geld aber als Zuhälter. Ein paar Mal war er auch im Internat gwesen, wie man es seiner kleinen Tochter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Heinz Erdferkel jr.</pre>
<p>„Es ist immer nun mal so im Geschäftsleben. Mal ist man oben und dann bricht wohlmöglich alles zusammen. Also der Bekannte von mir war auf seine Art immer sehr nett, verdiente sein Geld aber als Zuhälter. Ein paar Mal war er auch im <em>Internat</em> gwesen, wie man es seiner kleinen Tochter erklärte. Die Geschäfte gingen miserabel und er hatte noch vierzigtausend Mark, die er retten konnte.“</p>
<p>AMOS lauschte mit offenem Mäulchen, weil er sich nun mal für alles interessierte, was er für seine zukünftige Krimi-Schriftstellerkarriere irgendwie gebrauchen könnte. Dann sprach Opa Hermann weiter.</p>
<p><span id="more-816"></span>„Irgendwann kam er zu mir und schwärmte, dass er die Chance habe, sein verbliebenes Geld in <em>Rauchwaren</em> umsetzen zu können. Ich stutzte, aber er meinte schnell, alles ginge bereits am nächsten Werktor weg. Die Arbeiter liebten halt derlei.</p>
<p>Ich verstand nicht ganz und als ich ihn nach Wochen wieder sah, schilderte er entnervt, wie er mit einem großen Lieferwagen zum Treffpunkt kam und der andere ihm aus der Heckklappe heraus ein paar frisch geklaute Pelze überreichte. &#8216;Du wusstest natürlich, dass ich an <em>Tabakwaren</em> dachte&#8230;&#8217;, raunzte er mich an und war sauer auf mich. Aber wieso denn auf mich?!</p>
<p>Die Geschichte ging dann so weiter, dass er diese wertvollen Garderobenteile weit unter Wert verkaufte und somit noch weniger Geld besaß. Einen langen Silberfuchs-Mantel behielt er und fuhr mit seiner Dame auf eine mondäne Nordsee-Insel. Dort setzten sie sich in ein Café. Gegenüber existierte ein exklusiver Kürschnerbetrieb und der Besitzer kam ein paar mal raus, gar näher.</p>
<p>Irgendwann kam auch die Polizei und stellte Fragen nach der Herkunft des stattlichen Kleidungsstückes. Auf das <em>Erbe der netten Tante</em> ließen sie sich erst gar nicht ein und der Kürschner trennte schließlich vorsichtig den Kragen auf, wo eine lange Zahlenreihe sichtbar wurde. Er hatte sein eigenes Werk wiedererkannt, das man ihm mit mehreren anderen Teilen bei einem spektakulären Einbruch gestohlen hatte.</p>
<p>Der Richter bemerkte schließlich, dass es schon an größter Blödheit grenzte, wenn man das Diebesgut vor dem Ort der Tat trüge, aber mein zerknirschter Bekannter wusste ja nicht, woher die Beute stammte.</p>
<p>Leid tat mir die Tochter, der man erklärte, dass Papa wieder im <em>Internat</em> sei – diesmal für etwas länger.“</p>
<p>AMOS glühte vom spannenden Zuhören, doch seine Mimik verriet, dass er etwas nicht verstanden hatte.</p>
<p>„Und was, Opa Hermann, hat er denn nun zugehalten?!“</p>
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		<title>AMOS und die Ordnung vor der Kasse</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 05:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kennt sich jemand aus mit den Regeln an der Supermarkt-Kasse? AMOS wollte doch nur seinen Kakao bezahlen. Dort ließ man ihn aber nicht. Man hatte andere Probleme.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Christa Schleywickla</pre>
<p>Sein Herzchen pochte.</p>
<p>Das Sonderangebot an Kakaotrunk in Tüten war ungewohnt preisgünstig.</p>
<p>Mit dem Fünf-Euro-Schein im Maul stapelte er schnell ganz viele Packungen in den Einkaufswagen, welchen er in tiefer Befriedigung den Gang durch die Regalgasse entlang geradewegs in Richtung Kasse schob.</p>
<p>„Aus dem Weg! Ich komme von rechts!“ Unsanft rammte ihn von rechts der hoch beladene Einkaufswagen eines grimmig dreinschauenden bulligen Seniors.</p>
<p><span id="more-516"></span>AMOS wollte gerade sagen, dass er doch ein gefährliches Piratenschaf sei und der Gang gerade auf die Kasse führte, aber der Geldschein zwischen seinen Zähnchen hinderte ihn daran.</p>
<p>„Weg da – ich stand schon länger auf der anderen Seite!“ Ein zweiter älterer Herr drückte sich dreist vor und blickte den von rechts gekommenen biestig grinsend an.</p>
<p>„Dumm gelaufen – oder? Was hatten wir denn für einen Dienstgrad – oder haben wir nur die Verkehrsbehörde mit unserer Anwesenheit verschönt?“</p>
<p>„Was? Du Lump! Rechts hat immer Vorfahrt!“ sprachs schnaubend und schob den anderen Wagen barsch zur Seite.</p>
<p>Seinen Sieg konnte er nur kurz genießen, weil der andere ihm Porree und Spaghetti über den Kopf haute.</p>
<p>Die anderen Kunden lachten und klatschten, als dann der Wagen des anderen umgestoßen wurde, die Lebensmittel auf den Gang rollten und sich der Rotwein aus zwei Flaschen langsam in den Gang ergoss. Ein ängstliches Kind fragte seine Mutter, ob das nun zwei Cowboys oder Räuber seinen, aber die Mutter blieb die Antwort schuldig.</p>
<p>Der so gedemütigte Kunde packte seinen Kontrahenten und schob ihn in ein Regal, wo gleich mehrere Gläser mit Früchten und Gewürzen heraus plumpsten und dann begann eine tollpatschige Schlägerei der ulkigen Art.</p>
<p>AMOS war mittlerweile um sie herum an der Kasse angekommen und mühte sich mit einem <em>Umpf, Umpf,Umpf</em> mitzuteilen, dass man ihm seinen Geldschein aus dem Maul nehme und den Kakao davon abzog.</p>
<p>Die Polizei war informiert und mehrere Kassiererinnen, sowie der Marktleiter liefen durcheinander, schubsten AMOS in Richtung Ausgang.</p>
<p>„Du sollst das Geld nicht essen, sondern deinen Kakao davon bezahlen.“ Opa Hermann packte alles in den Fahrradanhänger und hievte das gefährliche Piratenschaf dazu. „Gab es das denn heute da drin umsonst?!“</p>
<p>„Es war ganz schlimm. Da waren Cowboys drin &#8230; oder Räuber!!</p>
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		<title>AMOS und Luisas Rückkehr</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 05:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aushang]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn einer Familie ein liebgewonnenes Mitglied flöten geht, dann ist die Stimmung mies. Die Jahre vergehen und der Mensch gewöhnt sich an alles. Doch dann passiert ein Wunder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Benno Büllhammer</pre>
<p>„Opa Hermann“, das gefährliche Piratenschaf rollte mit dem unverdeckten Auge, „Opa Hermann, jetzt habe ich mal eine ganz aufregende Geschichte.</p>
<p>Vor vielen Jahren hatte einmal eine Familie die Luisa so gern. Vielleicht, weil sie trotz ihrer zwanzig Jahre keineswegs schnell war und eigentlich immer schwieg. Ich denke mal, dass Luisa taub-stumm war. Sie fühlte sich aber dabei äußerst wohl. Durch vielsagende Blicke teilte sie schon mit, was sie wollte.</p>
<p><span id="more-302"></span>Vom Großvater der Frau hatten sie ein kleines Wochenendhäuschen in der Eifel geerbt, wo sie ab und an mal ein paar Tage waren. Natürlich durfte Luisa immer mit. Sie war ja auch keine anstrengende Mitfahrerin. Man konnte wohl sagen, dass sie sich in der Eifel auch sehr wohl fühlte.</p>
<p>Doch irgendwann kam jener schreckliche Tag.</p>
<p>Er begann damit, dass Luisa eines Morgens nicht mehr da war.</p>
<p>Zuerst wurde jeder Winkel im Haus abgesucht. Dann war der Garten dran und schließlich teilte man sich mit eiligst herbeigerufenen Freunden auf, um das Gelände nach Luisa abzusuchen.</p>
<p>Aushänge im Supermarkt des nahen Dorfes, einer an der Schule, der Polizei und am Haus des Pfarrers halfen nichts. Von Luisa gab es nicht die kleinste Spur. Sie war und blieb verschwunden.</p>
<p>Der Verdacht, sie sei entführt worden, wurde immer stärker.</p>
<p>Traurig musste die Familie mit ansehen, wie sich die Blätter verfärbten und es langsam auf den Winter zuging mit Trauer um Luisa. Am heiligen Abend war es besonders schlimm und die Kinder stellten eine Kerze für sie ins Fenster.</p>
<p>Die Jahre zogen dahin und die Kinder wurden größer. Partner hatten sie inzwischen und auch ein Auto. Gern traf man sich ab und an noch einmal in Opas Häuschen und sie nahmen die Mutter mit, wobei Vater nachkommen wollte.</p>
<p>Es war die Zeit der ersten Herbststürme und ein fürchterliches Unwetter brach über diese schöne Waldgegend herein. Die Polizei hatte wegen umgestürzter Bäume die Straße gesperrt und riet, lieber umzukehren, aber die Familie erwartete den Vater noch.</p>
<p>Weil der sich gut auskannte, fuhr er kleine Wirtschaftswege, weit weg vom Hauschen. Der Sturm hatte immer noch nicht nachgelassen. Plötzlich fiel Geröll von einer Böschung und plumpste auf die Straße. Er musste aussteigen und erst einmal die Fahrbahn frei machen. Zwischen den Steinen bewegte sich etwas, das ihn zu Tränen rührte.</p>
<p>Es war Luisa.</p>
<p>Nach all den Jahren!</p>
<p>Zu Hause hatte man sich schon Sorgen gemacht und es war nicht nur große Freude, dass der Vater es heil geschafft hatte – er brachte auch Luisa mit!“</p>
<p>„Und wer war nun Luisa?“ Opa Hermann war ziemlich ratlos.</p>
<p>„Na eine ältere Schildkröte – und am selben Abend wurde ihr noch die Telefonnummer auf den Rücken gepinselt.“</p>
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		<title>AMOS und die Ring-Fahndung</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 17:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Blaulicht in der Nacht. Ein Unfall? Oder gar etwas Schlimmeres? Weit gefehlt. Unheil droht den beiden Insassen eines Fahrrades und zugehörigen Anhängers. Die Beamten haben Angst und wirken bedrohlich. Alles geht aber noch mal gut aus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Jolante Beek</pre>
<p>Das hellblaue Blinklicht dreier Streifenwagen verwandelte die Abenddämmerung in eine sehr gespenstische Szene.</p>
<p>„Dahinten ist ein Unfall.“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf zuckte zusammen und duckte sich tief in den Fahrradanhänger.</p>
<p>„Nein, ich muss mich korrigieren. Es ist Gottlob kein Unfall, aber es sieht nach einer Ring-Fahndung der Polizei aus.“</p>
<p>„Dann hat jemand einen wertvollen Ring gestohlen?“</p>
<p>Zwei Beamten traten herbei und rückten die Mützen zurecht.</p>
<p>„Moin, Moin. Wo wollen sie hin? Können sie sich ausweisen?“</p>
<p>Opa Hermann schüttelte den Kopf, weil er seinen Ausweis immer in der Brieftasche verwahrte, die immer im schwarzen Sonntagsanzug steckte.</p>
<p>„Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf. Haben die Herren zufällig meine lieben Piratenfreunde gesehen?“</p>
<p>Automatisch griffen die Angesprochenen zum Funksprechgerät.</p>
<p>„Sehr verdächtige Personen gestellt. Es scheinen sogar Piraten beteiligt zu sein. Schickt schnell Verstärkung und einen großen Wagen. Wir versuchen sie aufzuhalten. Bereitet auch schon mal die erkennungsdienstliche Behandlung vor. Es sieht ganz so aus, als sei Gefahr im Verzug!“</p>
<p>Schnell erschienen noch mehrere Polizisten, die wild durcheinander liefen.</p>
<p>„Hände auf den Fahrradlenker – nicht bewegen, hierhin gucken. Was ist da unter der Plane auf dem Fahrradanhänger? Finden wir etwa Rauschgift? Es ist eine Kiste Pils und … wartet einmal … Das sieht wie Kakao aus … Frage doch mal den Einsatzleitenden, ob wir die zwei nicht doch laufen lassen sollten.“</p>
<p>Da dieser wohl nichts dagegen hatte, winkte man das Fahrradgespann mit den Verschüchterten beiden durch.</p>
<p>AMOS drehte sich noch einmal um.</p>
<p>„&#8230; und wir wünschen ihnen, dass sie den Ring auch schnell finden …!“</p>
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		<title>AMOS und der Führerschein des alten Mannes</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 19:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimiland]]></category>
		<category><![CDATA[Autofahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Führerschein]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Führerscheinen versteht das Piratenschaf eine ganze Menge. Jedenfalls weiß AMOS, dass man einen zum Fahren braucht. Im Umkehrschluss bedeutete das natürlich auch, dass, wenn man Auto fährt, auch einen Führerschein hat. Aber was da in Hamburg passiert ist, versteht das Schaf nicht. Jedenfalls nicht wirkich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Inge Dietrich</pre>
<p>Opa Hermann sah über die Lesebrille.</p>
<p>„Sag mal, AMOS, sammelst du immer noch Geschichten für deine Krimi-Reihe? Dann hätte ich da noch etwas für dich, was sich in Hamburg ereignete.“</p>
<p>Gespannt nahm das gefährliche Piratenschaf Haltung an und sperrte seine Ohren weit auf.</p>
<p>„Als mit hohem Tempo ein Endachtziger in einem großen Auto auf die Hauptstraße bog, musste ein Vorfahrtsberechtigter so stark abbremsen, dass sein Wagen halb quer stand. Wütend nahm er die Verfolgung auf und brachte den älteren Herrn an einem Parkstreifen zum Stehen. Zackig trat er näher, zeigte kurz einen Ausweis und pochte gegen die Windschutzscheibe.</p>
<p>‚Das war ja gerade wohl das Letzte. Motor ausstellen, Kfz-Zulassung und Führerschein bitte!’</p>
<p>Verdattert kramte der Senior beides hervor und murmelte eine Entschuldigung. Der andere ging um das Fahrzeug herum und kontrollierte das Nummernschild. Dann reichte er den Kfz-Schein wieder durch das geöffnete Fenster.</p>
<p>‚Das hier&#8230;’, mit strengem pädagogischen Gesichtsausdruck hielt er den Führerschein hoch, ‚können sie sich heute Nachmittag an ihrem Polizeirevier abholen. Betrachten sie das als allerletzte Verwarnung! Und nun fahren sie ganz vorsichtig, verstanden?!’</p>
<p>Dann setzten beide die Fahrt in unterschiedliche Richtungen fort.</p>
<p>Am Nachmittag hörten sich die Beamten in der Polizeiwache kopfschüttelnd die Geschichte an.</p>
<p>‚Wie sah denn der Ausweis an, den ihnen der Beamte in Zivil gezeigt hatte. Können sie überhaupt irgendetwas beschreiben?’</p>
<p>Der Senior konnte sich nicht mehr erinnern, aber alles wirkte halt so wie bei der Polizei. Nun hofft man, dass der Führerschein vielleicht doch noch an irgendeiner Wache abgegeben wird.“</p>
<p>AMOS schaute ganz verdattert.</p>
<p>„Hast du das nicht verstanden, kleiner gefährlicher Krimiautor?“</p>
<p>„Nicht so ganz.“</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>AMOS und der nächtliche Polizeieinsatz</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 13:54:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[9mm]]></category>
		<category><![CDATA[Bedrohung]]></category>
		<category><![CDATA[Ehepaar]]></category>
		<category><![CDATA[Geruchsneutralisator]]></category>
		<category><![CDATA[Geschoss]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffemaschine]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Rentner]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Waffensammlung]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer Welt voller Gewalt, Straftaten und verrohender Sitten kommt nicht jeder Mensch mit seiner Umwelt klar. In Angst und Schrecken wird auf kleinste Bedrohungen reagiert. Mit aller Konsequenz. Möge da zischen und blinken, was will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Astrid van Beelen</pre>
<p>„Opa Hermann, weißt Du warum diese Nacht die Polizei hier vorbei sauste?“</p>
<p>Der Angesprochene streichelte dem gefährlichen Piratenschaf liebevoll übers Köpfchen und band ihm die Augenklappe auf die andere Seite.</p>
<p>„Weißt du – es ist halt so ein kleines Drama im Alltag, aber ich will es dir einmal erklären. Da ist ein Ehepaar in mittleren Jahren, kinderlos und auch ohne finanzielle Sorgen.</p>
<p>Ihr Tag ist lang.</p>
<p>Spannungen kommen nicht von außen und andere Abwechslungen auch kaum. Nun suchen sich beide ihre Aufgaben oder wohin sie mit ihrer Leere sonst noch können.</p>
<p>Sie interessiert sich für Nachrichten und Hinweise, dass die Welt sich mit anderen Dingen beschäftigt, als der Hygiene, die sie als wichtige Krankheitsverhinderung erkannt hat. Folglich hält sie konsequent alles sauber und putzt viel, was ja nichts schlechtes sein mag.</p>
<p>Er indes sieht eine Bedrohung durch zunehmende Gewalt in einem unfähigen Staat und jenseits jeglicher Autorität. Artikel zu Überfällen und anderen Straftaten schneidet er in der Zeitung aus und klebt sie in Alben, schaut sie sich immer wieder an. Heimlich schaffte er sich auch eine Waffensammlung an, wo er die einzelnen Teile auf irgendwelchen Schwarzmärkten erstand.</p>
<p>Nun gab es in unserem Supermarkt etwas Neues. Ein batteriebetriebener Geruchsneutralisator. In der Größe so hoch wie eine Kaffeekanne, aber quasi in der Mitte durchgeschnitten.</p>
<p>Nachts musste der Ehemann noch einmal austreten und ging ins Bad. Mit einem Zischen wurde die reinigende Chemikalie ca. dreißig Zentimeter weit versprüht und ein hellgrünes Auge blinkte.</p>
<p>Vor lauter Schreck griff der an einen Überfall glaubende Mann zur Waffe.</p>
<p>Das 9mm Geschoss zerfetzte das Gerät, durchschlug dann den Fensterrahmen und einige Kacheln, worauf die Nachbarn Alarm schlugen.</p>
<p>Wie ich schon sagte: Ein kleines Drama im Alltag!“</p>
<p>AMOS nickte verständnisvoll und sehr, sehr einsichtig.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>AMOS im Krimiland &#8211; Teil 3</title>
		<link>http://www.piratenschaf-amos.de/2009/10/18/amos-im-krimiland-teil-3/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 16:21:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Administrator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimiland]]></category>
		<category><![CDATA[aufbrechen]]></category>
		<category><![CDATA[Bekannter]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Sportwagen]]></category>

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		<description><![CDATA[In Frankfurt sollte man auf der Hut sein, wenn man von einer wildfremden Frau angesprochen wird. Eine Lektion, die AMOS nicht ganz versteht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Per Inradi</p>
<p>„Hey – mein kleiner gefährlicher Krimi-Autor. Ich habe noch etwas für dich.“</p>
<p>AMOS sah skeptisch von seinem Kakaoschälchen zu Opa Hermann hoch. „Eine neue Geschichte? Du meinst was richtig kriminelles?“</p>
<p>„Ja – und nun höre gut zu. Es ist schon eine Zeit her. Auf einem Parkdeck in Frankfurt stand eine sehr gut aussehende und elegante junge Frau verzweifelt neben einem teuren Sportwagen. Sie war in heller Aufregung. Ein Bekannter von mir kam hinzu. Sie flehte ihn an, ihr zu helfen, weil sie ihren Autoschlüssel bei einem Seitensprung vergessen habe, nun aber schleunigst nach Hause müsse. Mein Bekannter war auch kein unbeschriebenes Blatt, fühlte sich als Kavalier angesprochen und geschmeichelt. Er grinste und bot an, den Wagen zu knacken und kurz zu schließen. Die junge Dame war überglücklich und sauste davon. Wenig später kam ein dicklicher Unternehmer und schimpfte wie ein Rohrspatz, denn sein Wagen war weg. Als die Polizei kam, musste mein Bekannter zu geben, dass er ihn aufgebrochen und fahrbereit gemacht hatte.“</p>
<p>AMOS rollte mit dem unverdeckten Auge. „Das war sehr spannend, aber ich habe es leider nicht verstanden.“</p>
<p>Opa Hermann setzte sich zu ihm.</p>
<p>„Also, AMOS, noch einmal von vorn und ganz langsam. In Frankfurt steht ein Parkhaus. Klar?“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf nickte.</p>
<p>„Und da ist folgendes passiert&#8230;“</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>AMOS und was Schafe so mitbekommen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 19:52:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Fernseh-Team]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Ostfriesenwitze]]></category>
		<category><![CDATA[Ostfriesland]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Radarfalle]]></category>
		<category><![CDATA[Raser]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Fernseh-Team dreht eine Reportage über Ostfriesland und AMOS macht sich auf die Suche nach Ihnen. Er findet ein Team, jedoch habe diese mit Fernsehen nichts zu tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Rainer Dietrich</pre>
<p>„Kannst Du mir die Augenklappe jetzt doch auf wieder zurück über das rechte Auge binden?“</p>
<p>Opa Herrmann legte knurrend die Zeitung beiseite. „Du weißt aber auch nicht, was Du willst. Erst links, dann rechts. Andere wären froh, wenn sie zwei gesunde Augen hätten.“</p>
<p>„Aber ich bin&#8230;“ AMOS rümpfte die Schafsnase „&#8230; ein gefährliches Piratenschaf!“</p>
<p>„Wissen wir doch.“, vollendete Opa Herrmann seufzend den Satz.</p>
<p>Das tat weh und AMOS wollte jetzt ganz lange nicht mehr mit ihm reden.</p>
<p>„Ein Fernseh-Team ist hier in der Region. Sie suchen ehrliche Szenen aus dem ostfriesischen Leben, die man dann in ganz Deutschland sehen kann. So schlecht ist das doch nicht. Oder möchtest Du nicht, dass da etwas Reklame für Deine Heimat gemacht wird?“</p>
<p>Und ob AMOS wollte. Schön, dass diese Leute das überhaupt vor hatten. So vergaß er schnell, dass er eigentlich beleidigt war und bat Opa Herrmann, die Augenklappe dann doch noch schnell auf die nun wieder andere Seite festzubinden.</p>
<p>Als er die Landstraße entlang lief, überlegte er sich auch schon einen tollen Text – falls er überhaupt auf das Fernseh-Team treffen sollte. Halblaut sprach er ihn vor sich her und versuchte, so wenig „mäh“ wie möglich dabei zu sagen. Einige Autos blinkten, streckten fünf Finger aus dem geöffneten Wagenfenster und AMOS grüßte mit einem kräftigen „Avalott – Mäh!“.</p>
<p>Vielleicht meinten sie ja nicht die anderen, ihnen wiederum entgegen kommenden Autos, sondern sie meinten ihn, das gefährliche Piratenschaf? Egal. AMOS hatte gute Laune und trippelte beschwingt weiter in Richtung des nächsten Ortes.</p>
<p>Dicht hinter dem Stamm eines Baumes entdeckte er plötzlich eine Kamera, die auf die Straße gerichtet war. Das dazu gehörige Team saß, etwas dahinter versteckt, in einem dunklen PKW. Sicher hatten sie Pause, denn sie sprachen in irgendetwas hinein – wahrscheinlich in ihr Frühstück.</p>
<p>Nachdem er tief Luft geholt hatte, stellte er sich vor das frei stehende Gerät und hob die Stimme: „Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf und suche meine lieben Piratenfreunde. Wenn Ihr sie gesehen habt, so sagt bitte ganz schnell mir oder Opa Hermann bescheid, der mir das dann sagt. Er fährt mich dann auf seinem Fahrrad-Anhänger ganz schnell dort hin.“</p>
<p>Puh, das war schon mal geschafft und nun legte sich etwas seien Nervösität. „Aber Ihr wollt etwas über Ostfriesland hören, glaube ich mal. Opa Herrmann sagt immer, es sei der ideale Platz, um sich vor der Welt zu verstecken.“ Jetzt machte er eine kleine Verschnaufpause. Im dunklen Wagen bekam man das erst gar nicht mit.</p>
<p>Die Stimme über Funk fluchte: „Schon drei absolut zu schnell. Was macht Ihr denn da. Seid Ihr eingeschlafen? Die hatten mindestens zwanzig zu viel!“</p>
<p>„Es ist nur so, dass wir nicht viel Show in unserer Landschaft gewohnt sind.“ Fuhr AMOS fort. Hier lernt man erst mal zu spüren, was Ruhe sein kann – oder hat man Ihnen etwa etwas anderes über Ostfriesland erzählt?“</p>
<p>„Scheiße auch,“ murmelte der Hauptwachtmeister,“ das glaubt keine Sau. Guck mal, da steht ein Schaf davor und glotzt in die Linse. Es hat etwas schwarzes am Kopf.“</p>
<p>„Ich muss es ja wissen,“ AMOS versuchte, streng zu sprechen. „Ich bin nämlich Ostfriese &#8211; glaube ich jedenfalls. Und schönen Gruß an alle, die das hier sehen.“</p>
<p>„Bist Du vielleicht bald mal weg, du blödes Vieh? Fünf Raser sind uns durch die Lappen gegangen.“ Wütend rollte der Oberwachtmeister mit den Augen und AMOS zuckte zusammen. Er war ja noch nicht einmal dazu gekommen, sein Avalott-Mäh zu sagen. Diesmal war er aber wirklich sehr beleidigt und trottete heim.</p>
<p>„Und wo warst Du denn jetzt schon wieder?“, wollte Opa Hermann wissen.</p>
<p>„Das Fernseh-Team wollte gar nicht wissen, wie es in Ostfriesland wirklich ist,“ jammerte AMOS und verzog sich unter einer Decke.<br />
„Dann muss man sich auch nicht wundern, wenn es weiter Ostfriesenwitze gibt.“</p>
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