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	<title>AMOS, das Piratenschaf &#187; Schicksal</title>
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	<description>Niemals aufgeben - Avalott-Mäh!</description>
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		<title>AMOS und Bellos Leidensebene</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 07:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[aggressiv]]></category>
		<category><![CDATA[Arschloch]]></category>
		<category><![CDATA[Bello]]></category>
		<category><![CDATA[Charakterzug]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
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		<category><![CDATA[Papiere]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>
		<category><![CDATA[Tierheim]]></category>
		<category><![CDATA[Welpe]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nachbarn haben einen Hund. Bello. Er kommt aus dem Tierheim und hat keine Papiere. Was hält Opa Hermann eigentlich von ihm? AMOS fragt ihn und die Situation droht zu eskalieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi</pre>
<p>„Opa Hermann – sag doch mal ganz ehrlich&#8230;“</p>
<p>Der alte Bergmann sah von der Zeitungslektüre hoch und blinzelte über die Lesebrille.</p>
<p>„Ja – ich höre?“</p>
<p>„Magst Du eigentlich Bello, den Nachbarshund?“</p>
<p><span id="more-308"></span>„Ich habe nichts gegen Bello, wie Du weißt!“</p>
<p>„Nicht ob Du etwas gegen ihn hast, Ich fragte, ob Du ihn auch magst?!“</p>
<p>Im Aufstehen ruderte Opa Hermann etwas mit den Armen, schob die Tassen zur Seite und beugte sich über AMOS.</p>
<p>„Bello ist ein typischer Hund – okay! Er ist dreist, ziemlich verwöhnt und duldet kaum jemanden neben sich. Er will immer der Mittelpunkt sein und viele vertreibt er durch sein Bellen. Sicher hat er seinen Namen daher, im Lateinischen bedeutet Bello auch Krieg, aber dazu ist er sicherlich zu feige hinter seinem Zaun.“</p>
<p>Das gefährliche Piratenschaf nahm noch einen kräftigen Schluck Kakao.</p>
<p>„Warum bist Du denn so aggressiv? Bello ist aus dem Tierheim, wo er als Welpe eingeliefert wurde. Er hat keine Papiere und seine Vorfahren muss man raten. Er sieht halt von allem ein bisschen aus.“</p>
<p>Gebückt nahm Opa Hermann den kleinen Freund in den Arm, band ihm lieb die Augenklappe auf die andere Seite.</p>
<p>„Schau mal&#8230; Er wurde als Welpe vom Nachbarn geholt. Ans Tierheim erinnert er sich doch gar nicht mehr. Ihm geht es blendend, doch er bestimmt über seine Familie, die sein Schicksal ins Gute führte. Findest Du derlei einen edlen Charakterzug? Ich finde das sehr dreist.</p>
<p>Ja und steckt nicht in allen von uns ein bisschen Tierheim-Schicksal, keine vorzeigbaren Papiere und andere Leute, die mehr Macht besitzen und stärker als wir sind? Mit denen müssen wir uns halt arrangieren, wenn wir weiter leben wollen.</p>
<p>Aber derlei Arschlöcher bestimmen die Regeln des Zusammenlebens von sich aus neu!“</p>
<p>AMOS riss die Augen auf.</p>
<p>„Hast Du eben den schelmischen Bello wirklich ein <em><strong>Arschloch</strong></em> genannt?!“</p>
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		<title>AMOS und ein sehr schwarzer Tag</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 14:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Haare schneiden]]></category>
		<category><![CDATA[scheeren]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>
		<category><![CDATA[Wolle]]></category>

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		<description><![CDATA[Es kommt der Tag im Leben eines Schafes, auch eines gefährlichen Piratenschafes, da muss man sich seinem Schicksal. Grausam. Einfach nur grausam.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Per Inradi</pre>
<p>Nichts.</p>
<p>Auch in der hinteren Ecke des Gartens zeigte sich nicht das kleinste Vögelchen. Mag es am Klepper-Regenmantel-Grau des Himmels gelegen haben? Die sonst so freundliche Natur schien den Atem anzuhalten.</p>
<p>Opa Hermann ging vom Fenster weg und hockte sich neben das gefährliche Piratenschaf, dass mit geschlossenen Äuglein bibberte.</p>
<p>„Es wird uns einholen und wir haben nie so sachlich darüber gesprochen. Aber es bringt nichts, wenn wir es schön reden.“</p>
<p>AMOS rieb seine Seite ans Tischbein, weil schwere Anspannung  im Raum lag. Die groben Hände des väterlichen Freundes versuchten zu streicheln, was aber nur wie ein Abtasten gelang. Nach den richtigen Worten ringend nahm er das Köpfchen des erschrocken dreinblickenden AMOS in beide Handflächen und schaute bedächtig herab.</p>
<p>„Irgendwann ist man unschuldiges Lämmchen. Das Schicksal wollte, dass Du ein gefährliches Piratenschaf wurdest und die Zeit wechselt die Jahreszeiten. Alles ohne Rücksicht auf das, woran man sich so nett gewöhnt hat.</p>
<p>Auch das, mein kleiner Freund, gehört zum Leben und ich habe Dir immer gern deine Löckchen gekrault, Deine Augenklappe auf die andere Seite gebunden, Kakao serviert. Es nützt alles nichts. Bringen wir es hinter uns.“ Der alte Mann seufzte geqäult.</p>
<p>AMOS versuchte, stark zu stehen, was ihm sichtlich der schlotternden Beinchen schwer fiel. „Ich will es als gefährliches Piratenschaf ertragen aber nun sprich es einfach aus.“</p>
<p>Opa Hermann sah wieder aus dem Fenster.</p>
<p>„AMOS. Liebster AMOS.</p>
<p>Es kommt der Tag näher, an dem du geschoren werden musst. Jedoch habe ich dir bereits einen schönen weißen Troyer bei Leuchtfeuer bestellt. Das sind diese Seemannspullover mit dem Reißverschluss im Rollkragen.“</p>
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