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	<title>AMOS, das Piratenschaf &#187; Wald</title>
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	<description>Niemals aufgeben - Avalott-Mäh!</description>
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		<title>AMOS und die Unachtsamkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 20:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bello]]></category>
		<category><![CDATA[Feldweg]]></category>
		<category><![CDATA[Krähen]]></category>
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		<category><![CDATA[Schadenfreude]]></category>
		<category><![CDATA[umgeknickt]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[Sybille Fluckensteiner „Was macht denn eigentlich dein umgeschlagener Fuß?“ Das gefährliche Piratenschaf hatte ganz lieb gefragt, doch der alte Bergmann schaute nur knapp über die Zeitung zu ihm. „Gut – es war ja noch dunkel, als wir den Krähen die Brotreste brachten. Wer konnte denn damit rechnen, dass ein Hund auf dem Feldweg ein Loch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>Sybille Fluckensteiner</pre>
<p>„Was macht denn eigentlich dein umgeschlagener Fuß?“ Das gefährliche Piratenschaf hatte ganz lieb gefragt, doch der alte Bergmann schaute nur knapp über die Zeitung zu ihm. „Gut – es war ja noch dunkel, als wir den Krähen die Brotreste brachten. Wer konnte denn damit rechnen, dass ein Hund auf dem Feldweg ein Loch gebuddelt hatte. Da wäre jeder andere auch versehentlich rein getreten.</p>
<p>Aber schließlich haben wir uns ja die Stelle gemerkt, damit derlei nicht noch mal passiert. Ich frage ja auch nur, weil ich sehe, dass Du wieder ein nasses Handtuch über deinem Knöchel hast&#8230;“</p>
<p><span id="more-878"></span>Nun faltete Opa Hermann die Zeitung, nahm seine Lesebrille ab und legte alles auf die Anrichte.</p>
<p>„Also gut&#8230; Die Sonne war noch nicht richtig auf gegangen, Du lagst noch so schön unter deiner Kuscheldecke und schnarchtest. Weil wieder so viel Brot übrig war, schnitt ich es klein und brachte es den Krähen, bzw. ich wollte es ihnen bringen.“</p>
<p>„Sag bloß, Du bist dann noch einmal mit dem linken Fuß in das Loch getreten? Du weißt doch – es ist nicht so weit von der Abbiegung. Bist Du etwa noch mal mit dem linken Fuß da rein gekommen?“</p>
<p>Opa Hermann griff noch einmal zu Brille und Zeitung. „Ja, das ist eine blöde Hunde-Angewohnheit, einfach mal ein Loch zu buddeln. Und dann auch noch mitten auf dem Feldweg. Es würde mich auch nicht wundern, wenn es Nachbarshund Bello gewesen wäre. Dem traue ich ja wohl alles zu!“</p>
<p>„Ich habe gefragt. Bello streitet das ab und hat sich fürchterlich aufgeregt, dass Du ihm derlei zu traust. Aber bist Du nun mit dem Linken Fuß wieder da rein geraten?“</p>
<p>„Nein – natürlich nicht! Sagte ich doch wohl bereits.“</p>
<p>„&#8230; und?!“</p>
<p>„Leider mit dem Rechten. Die Krähen flogen dann immer um mich herum und krähten. War das nun Freude, Mitleid oder lachten sie mich gar aus?“</p>
<p>Beide mussten nun auch lachen und Opa Hermann nahm den gefährlichen kleinen Helden ganz lieb in den Arm. „Gottlob hat der Mensch ja keine drei Beine, aber Du passt gut auf, ja?“</p>
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		<title>Manager Training</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Aug 2009 10:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischar Jung</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[AMOS]]></category>
		<category><![CDATA[Anhänger]]></category>
		<category><![CDATA[Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
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		<category><![CDATA[Opa Hermann]]></category>
		<category><![CDATA[outdoor]]></category>
		<category><![CDATA[Tannenzapfen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die schöne Jahreszeit war endgültig vorbei, aber von Opa Hermann auf dem Fahrrad-Anhänger gefahren zu werden, machte AMOS doch sehr viel Spaß. Eine Decke lag drin und er hatte seinen roten Schal umgebunden. So genoss er die Fahrt und ließ sich ab und an zu einem wohligen „Mäh“ hinreißen. Grün beruhigt ja bekanntlich und Ostfriesland hat ja nun einmal viel davon.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<pre>von Ernst-Caspar und Polarfux</pre>
<p>Die schöne Jahreszeit war endgültig vorbei, aber von Opa Hermann auf dem Fahrrad-Anhänger gefahren zu werden, machte AMOS doch sehr viel Spaß. Eine Decke lag drin und er hatte seinen roten Schal umgebunden. So genoss er die Fahrt und ließ sich ab und an zu einem wohligen „Mäh“ hinreißen. Grün beruhigt ja bekanntlich und Ostfriesland hat ja nun einmal viel davon.</p>
<p>Etwas weiter zeichnete sich ein kleines Tannen-Wäldchen ab, das AMOS eigentlich gar nicht so mitbekam, weil er sich halt dem Genuss hingab, so richtig schön bemuttert zu werden. Es waren prächtige Tannen, die viel älter sicherlich auch gar nicht wurden, wenn er Opa Hermanns Schilderungen der Natur um uns herum richtig verstanden hätte, doch etwas ließ ihn ruckartig zusammen fahren, so dass er fast vom Fahrrad-Anhänger geplumpst wäre.</p>
<p>„Opa Hermann, Opa Hermann, halte an! Da oben ist etwas in den Bäumen!“</p>
<p>Opa Hermann stoppte wirklich und drehte sich zu dem kleinen Piratenschaf um. Er war so schön in einem Fahrt-Rhythmus gewesen und nun diese Zwangspause?</p>
<p>„AMOS, nun mal im Ernst. In einem Tannenbaum sind oben Tannenzapfen und die dürfen da auch sein. So ist das nun mal in einem Tannen-Wald.“</p>
<p>AMOS war schon wieder ein wenig beleidigt und guckte etwas piratiger als sonst – meinte er jedenfalls. „Die kenne ich doch und die meine ich nicht. Da oben in den Bäumen sind Leute!“</p>
<p>Diesmal stieg Opa Hermann vom Rad und guckte AMOS skeptisch an. Als er dann auch auf blickte, sah er einzelne Männer mit Seilen und Helmen in den Baumwipfeln. Nun war er doch auch ziemlich erstaunt, denn alles ergab keinen Sinn. Hinter ihnen war ein sportlicher Mittvierziger aufgetaucht, der ebenfalls einen Helm trug, eine Trillerpfeife zwischen den Zähnen hielt und ein Klemmbrett wie ein Schild vor seiner Brust hielt.</p>
<p>„Verschwindet!“, war sein liebloser Kommentar und dann schaute er auch wieder nach oben.</p>
<p>„Ich bin AMOS, ein gefährliches Piratenschaf und das ist Opa Hermann. Wir suchen meine lieben Piratenfreunde. Hast Du sie vielleicht gesehen?“ Dem unhöflichen Fremden fiel die Trillerpfeife aus den Zähnen.</p>
<p>„Und das hier ist ein konzentriertes Outdoor-Managertraining der kostenintensiven Art. Und deshalb verschwindet Ihr besser.“</p>
<p>Diesmal war es Opa Hermann, der neugierig fragte. „Und was suchen sie da oben?“</p>
<p>„Sie suchen nichts – sie finden sich selbst, ihre Grenzen, den Bezug zur Umwelt und zur Realität.“</p>
<p>„Und zu Tannenzapfen?“ fragte AMOS.</p>
<p>Ärgerlich drehte der der Rädelsführer zu ihm. „Darum geht es nur sekundär. Es ist die Sinneserweiterung, endlich etwas grünes anzufassen.“</p>
<p>„Aber Tannenzapfen liegen doch auch auf dem Boden“, gab AMOS nicht auf „und grün ist doch vieles in Ostfriesland.“</p>
<p>Mit einem lauten Plumpsen war einer der Angeseilten Sinnessucher aus dem Baum gefallen und hing nun mit einem hoch gezogenen Bein in einem Ameisenhaufen, der aber Gottlob von seinen Bewohnern schon lange verlassen worden war.</p>
<p>„Minuspunkte – Minuspunkte Dr. Schreller. So geht das nicht. Sie müssen diesen Baum schon lieben. Nur so bezwingen sie ihn.“</p>
<p>Opa Hermann löste das Seil von seinem Bein und half ihm auf. Beschämt klopfte der so getadelte die Tannennadeln aus seiner Outdoor-Kluft und gelobte mehr Konzentration auf das Wesentliche.</p>
<p>„Komm, wir müssen weiter, bevor der nächste uns aufs Fahrrad fällt.“ Opa Hermann trat in die Pedalen und AMOS kam von diesem Eindruck nicht los.</p>
<p>„Was wollten die denn mit den Tannenzapfen?“</p>
<p>„Nein, die sammeln keine Tannenzapfen, die wollten nur mal ausprobieren, wie gut sie sind.“</p>
<p>„Beim Tannenzapfen-Zählen vielleicht?“</p>
<p>„Nein, auch nicht. Das sind so Manager, die zahlen sehr viel Geld für neue Eindrücke. Anschließend behaupten sie, dass sie unglaublich viel gelernt haben. Schon allein, weil dieser Lehrgang sehr teuer ist.“</p>
<p>AMOS dachte angestrengt nach. „Aber die hätten doch viel mehr davon, wenn sie hier auf dem Anhänger säßen und grün ist es hier auch überall. Weißt Du was? Wir legen ein paar Tannenzapfen auf die Decke, setzen zwei Manager hier rein und fahren sie durchs Grüne.“</p>
<p>Opa Hermann runzelte die Stirn. „So dumm ist diese Idee gar nicht. Ich fahre dann über ein paar Steine, damit sie sich ordentlich festhalten müssen. Wenn wir sagen, dass wirklich nur zwei Plätze im Anhänger frei sind, dann meinen sie auch, es ist etwas besonderes. Siehst Du – so kann man Geld verdienen und Leute glücklich machen, die sonst gar nicht mit uns reden würden.“</p>
<p>AMOS strahlte. „Aber eine Augenklappe müssten sie dann neben den Tannenzapfen auch bekommen.“</p>
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